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October 27, 2015
Lentos Kunstmuseum Linz
Verlag für Moderne Kunst
Stella Rollig
Rabenmuetter
Rabenmütter
Zwischen Kraft und Krise: Mutterbilder von 1900 bis heute
Max Beckmann, Louise Bourgeois, Lucian Freud, Gottfried Helnwein, Gustav Klimt, Max Klinger, Oskar Kokoschka, Maria Lassnig, Ron Mueck, Pablo Picasso, Kiki Smith u.a.
The Golden Age (Mother 1)
photograph, 2003

 

Ausstellungstitel    RABENMÜTTER
Zwischen Kraft und Krise: Mütterbilder von 1900 bis heute
  

Ausstellungsdauer 23. Oktober 2015 bis 21. Februar 2016

Eröffnung                  Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19 Uhr

Pressekonferenz    Donnerstag, 22. Oktober 2015, 10 Uhr

Symposium              Freitag, 23. Oktober 2015, 9.30 bis 18 Uhr

Ausstellungssort   LENTOS Kunstmuseum Linz, großer Saal und ein Raum der Nordflanke im Obergeschoss sowie LENTOS Freiraum


 
Kuratorinnen           Sabine Fellner, Elisabeth Nowak-Thaller, Stella Rollig
Gestaltung                            Silvia Merlo

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Objekte, Grafiken, Filme und Videoinstallationen von 117 Positionen (62 Künstlerinnen und 55 Künstler) aus den Jahren 1901 bis 2015.
Die Ausstellung teilt sich in folgende Kapitel ein: Mutterliebe, Mutterkörper, Mutterleid, Mutterkonflikt, Meine Mutter, Muttersünden, Mutterstolz und Mutterleben.


Super Mom oder kinderlos? Es scheint, als gäbe es kein selbstverständliches Muttersein mehr,
nur Perfektion oder Verzicht. Doch die Mutterrolle hat viele Facetten: Freude, intensive Lebenserfahrung, Liebesbeziehung, Lernen, Übermut – aber auch Frust, Erwartungsdruck und Versagensangst. Im 19. Jahrhundert wurde Mutterschaft kaum in Frage gestellt, auch wenn die Überhöhung des Mutterglücks im krassen Gegensatz zur Realität stand. Erst mit Karrieremöglichkeiten für Frauen entstanden Alternativen zur Mutterschaft als Ziel eines erfüllten Lebens.

Schwangerschaft, Geburt, Abtreibung, das Leben mit Kindern, die Entscheidung gegen Kinder,
die Auseinandersetzung der Kinder mit ihren Müttern – alle diese Themen werden von Künstlerinnen und Künstlern aufgenommen. Nicht erst die feministische Kunst der 1960er-Jahre zeichnet realistische Bilder der Mutterrolle, sondern bereits am Beginn des Jahrhunderts entstehen Darstellungen sozialer Wirklichkeit und individueller Konflikte.

Die Ausstellung zeigt den Wandel der Mütterbilder von 1900 bis heute und die Verschiebung des Blicks der Kinder auf ihre Mütter. Sie stellt die Optimierungslogik heutiger Lebensentwürfe zur Diskussion und macht Hoffnung auf eine Wende: Immer mehr Frauen mit Kindern widersetzen sich den komplexen, oft stressigen Anforderungen des Alltags, hinterfragen ihre Lebenswelt zwischen Karriere, Kindern und Konsum.

 





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