News Update
April 12, 2006
Oberösterreichische Nachrichten
Irene Judmayer
Helnwein belebt Lentos Museum - Zahlen
Die Rechnung geht auf: Allein im März 2006 kamen 11.397 Besucher zur Ausstellung des österreichischen Malers Gottfried Helnwein in das Linzer Kunstmuseum Lentos. Somit befinden sich auch die Quartalszahlen wieder im Aufwind. Der prognostizierte "Helnwein-Bonus" ist also aufgegangen. Die Personale des außergewöhnlichen Malers katapultiert das Lentos aus einem Tief, in dessen Verlauf sogar die Position von Lentos-Chefin Stella Rollig heftig diskutiert worden war. Bis 5. Juni sind Helnweins schräge multimediale Arbeiten noch im Linzer Kunstmuseum an der Donaulände ausgestellt.
Mouse
mixed media (oil and acrylic on canvas), 1995, 210 x 310 cm / 82 x 122''
Wir erinnern uns noch genau an die Hiobsbotschaft: Exakt zum 2-Jahres-Jubiläum des Lentos erfuhren die OÖN die Zahlen einer unerfreulichen Statistik. Innerhalb eines Jahres hatte sich nämlich die Zahl der Besucher von 27.000 (erstes Quartal 2004) auf knapp 13.000 (1. Quartal 2005) mehr als halbiert.
Wieder ein Jahr später sieht die Sache jedoch erfreulich anders aus. Auf Anfrage der OÖN sagt der Linzer Vizebürgermeister und Kulturreferent Erich Watzl: "Allein im März hatten wir im Lentos einen Besucherstrom von 11.397 Menschen zu verzeichnen. Das bedeutet für das erste Quartal eine Gesamtsumme von 18.306 Besucherinnen und Besuchern."
Architektur-Ausstellung
Der prognostizierte "Helnwein-Bonus" ist also aufgegangen. Die Personale des außergewöhnlichen Malers katapultiert das Lentos aus einem Tief, in dessen Verlauf sogar die Position von Lentos-Chefin Stella Rollig heftig diskutiert worden war. Bis 5. Juni sind Helnweins schräge multimediale Arbeiten noch im Linzer Kunstmuseum an der Donaulände ausgestellt. Doch was passiert nachher? Ein derartiges Zugpferd ist für heuer nämlich nicht mehr vorgesehen.
Dazu Watzl: "Mir wurde von Seiten der Lentosdirektion versichert, dass auch die Internationale Architektur-Ausstellung zu neuen Museumsbauten eine Besonderheit für Linz sein wird." Eine Besonderheit ja, aber angesichts des statistisch mehrfach erfassten Miniatur-Interesses an Architektur-Großbauten wird sich die tatsächliche Zugkraft dieser Präsentation wohl erst während der Ausstellung bestätigen müssen.
"Bei einem Museum für zeitgenössische Kunst ist das Spiel mit Zahlen ja immer zwiespältig", sinniert Watzl abschließend. Ihm sei jedoch klar, dass Besucherzahlen nicht nur für die Finanzkraft, sondern auch als Attraktivitäts-Gradmesser wichtig sind.
Helnwein war dafür jedenfalls ein guter Schachzug. Weitere müssen folgen.
OÖnachrichten vom 12.04.2006
"Face it", Gottfried Helnwein Solo Show at the Lentos Museum of Modern Art Linz
2006




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