News Update2015-2014
August 18, 2017
Deutsches Hygiene-Museum
Dresden
Das-Gesicht-Eine-Spurensuche
Das Gesicht - Eine Spurensuche
Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
Andy Warhol, Chuck Close, Gottfried Helnwein, Cindy Sherman, Robert Longo, Franz Xaver Messerschmidt u. a.
19. Aug 2017 - 25. Feb 2018
Konzept / Beratung: Prof. Dr. Sigrid Weigel, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Berlin
Kuratorin / Projektleitung: Kathrin Meyer, Deutsches Hygiene-Museum
Gestaltung: Studio Neue Museen, Halle/Berlin



Deutsches Hygiene-Museum, Ausstellungsraum mit der Plastik „Charakterkopf Nr. 31: Geruch, der zum Niesen reizt“, geschaffen von Franz Xaver Messerschmidt um 1775, und “Schmunzelhilfe” 1973, eine Fotografie von Gottfried Helnwein
2017, Foto: Oliver Killig



KÜNSTLERINNEN & KÜNSTLER


Christoph Amberger, Marta dell’Angelo, Kader Attia, Brassaï, Thorsten Brinkmann, Broomberg & Chanarin, Claude Cahun, Chuck Close, Kate Cooper, Sterling Crispin, Hilde Doepp und Charlotte Rudolph, Moritz Fehr, Marc Garanger, Bruce Gilden, Asta Gröting, F.C. Gundlach, Gottfried Helnwein, Rudolf Herz, Peter Hujar, Peter Keetman, Jens Klein, Jan Kříženecký, Martin Langhorst, Robert Lebeck, Helmar Lerski, Jasper van Loenen, Elfriede Lohse-Wächtler, Robert Longo, George Maciunas, Ana Mendieta, Franz Xaver Messerschmidt, Paul Mobley, Zanele Muholi, Martin Munkácsi, Marcel Odenbach, Zaher Omareen und Ibrahim Fakhri, Joanna Rajkowska, Nous Sommes Bobby Watson, Leonardo Selvaggio, Cindy Sherman, Shinseungback Kimyonghun, Taryn Simon, Studio Braun, Ivonne Thein, Moritz Wehrmann und Andy Warhol

Gesichter sehen wir Tag für Tag. Oft begegnen wir ihnen von Angesicht zu Angesicht. Doch nicht nur das: Ständig blicken sie  uns an – als Porträts Prominenter aus Illustrierten und von Bildschirmen, als Selfies im Internet, von Plakaten oder Gemälden. Unzählige Kameras und Datenbanken speichern Bilder von Gesichtern. Wie verändert diese mediale Allgegenwart unser Verhältnis zum Gesicht selbst? Welchen Einfluss hat das auf unser Selbstbild und unsere Kommunikation? Solchen Fragen widmet sich die Ausstellung.

Die meisten Begegnungen beginnen mit einem Blick in das Gesicht unseres Gegenübers. Daraus entsteht der erste Eindruck, den wir uns von einer Person machen. Häufig bewerten wir Menschen sogar nach ihrem Gesicht oder ordnen sie einer sozialen Gruppe zu. Warum aber sind wir so sicher bei unserer Einschätzung, ob jemand freundlich oder arrogant aussieht? Und: Was lesen die anderen aus meinem eigenen Gesicht ab?

Für sein Gesicht kann man nichts, so heißt es. Denn es ist ein Teil unseres Körpers, der uns von der Natur gegeben ist. Doch dabei belassen wir es nicht: Täglich bearbeiten wir unser Gesicht vor dem Spiegel mit Make-up, Pinzette oder Rasierapparat. Welchen Vorstellungen von uns selbst folgen wir dabei, welchen gesellschaftlichen Normen und Moden? Und wird unser Gesicht erst vollständig, wenn wir es den Blicken anderer aussetzen?

Mit faszinierenden Objekten aus Kunst, Kulturgeschichte und Wissenschaft begibt sich die Sonderausstellung auf eine Spurensuche nach dem Gesicht und seinen Bedeutungen.



Self-Portrait with Smiling-Aid
silver print, 1973




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