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June 18, 2003
Kurier
Austria
Franz Gruber
Schocker rockt wieder
Der Titel seines jüngsten Albums „The Golden Age Of Grotesque“ ist Programm, er scheint auch damit seine zu Musik gewordene Verehrung von Gottfried Helnwein fortzusetzen.
Marilyn Manson als Highlight des Wiesen-Kick Off Mit einem eintägigen Kick Off eröffnet Wiesen die heurige Festival-Saison. Und wie: Schock-Rocker Marilyn Manson bildet zu Beginn des Sommers gleich einen heißenHöhepunkt. Oft genug ist dem exzentrischen Selbstdarsteller in den USA Gewaltverherrlichung unterstellt worden, gab es vor seinen Konzerten wilde Demonstrationen, die den „Reverend“ zum Aufgeben überreden sollten. Manson selbst hat sich oft genug von Gewalt distanziert und sieht seine abartigen Horrorshows als Spiegel der Gesellschaft. Der Titel seines jüngsten Albums „The Golden Age Of Grotesque“ ist Programm, er scheint auch damit seine zu Musik gewordene Verehrung von Gottfried Helnwein fortzusetzen.
Vor Manson werden ein paar ebenso heftige Acts die Stimmung aufheizen, und das mit österreichischer Beteiligung. „Core“ ist die Nachfolgeband von „Paradise Now"“, allerdings ohne Sänger Markus. Kräftiger Stromgitarrensound ist garantiert.
Punk, Ska und Funk mischen „Jesus Christ Smokes Holy Gasoline“ zu einem explosiven Benzingemisch. Auch zwei Bands aus Deutschland werden das Festivalgelände zum Toben bringen: „Pyrogenesis“ und „Such a Surge“, die in ihrem neuen Album „Rotlicht“ auf deutsch singen. Laut Band ihr bestes Album.
„Fu Manchu“ aus Seattle sind vom Grunger der frühen Jahre zu „heavy“ gewechselt. Skandinavisch die Gigs vor Manson: Die norwegischen Punkrocker „TURBONEGRO“ haben im April ihr neues Album „Scandinavian Leather“ veröffentlicht. Und „His Infernal Majesty“ aus Finnland bringt die Teenager in Verzückung wie einst Elvis und die „Beatles“.




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