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January 1, 2000
www.thomastik-infeld.com
Ernst Hilger
Später gingen wir dann noch aus, ins Atrium mit seiner ersten Nachtgalerie, wo Gottfried Helnwein mit seinen verstümmelten Kinderporträts schockierte
Ernst Hilger, "Vom Sehen und Sammeln"
(darüber wird noch in der nächsten Katalogerweiterung gesprochen werden), ins Jazzland, das gerade aufgemacht hatte, oder ins Café Dobner, wo Joe Berger seine manischen Texte schrieb und der "König von Ungarn" mit dem "Hauptplatz-Kurti" schnapste. Auch Walter Navratil war im Dobner und erklärte, auf einem Barhocker stehend, Heinzi Kammerer die Kunst. Moldovan war immer da und die unvergeßliche Hermi, die die Schnitzel dunkler als jede andere briet. Eduard Angeli kam immer in Begleitung der schönsten Freundinnen, und Arnulf Rainer hatte bereits eine Tabelle, auf der man die zukünftigen Wertsteigerungen seiner Werke berechnen konnte. Dr. Alfred Schmeller war Hausherr im Museum für Moderne Kunst, und Heinrich von Sydow war einer der ersten Hausgaleristen der Familie Infeld. Er kam in Begleitung einer dunkelhäutigen Prinzessin und zeigte uns Bellmer, Max Ernst, aber auch früheste Fuchs-Radierungen. Für einen kleinen Verkauf oder ein Fest kam er über Nacht aus Frankfurt angefahren.




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