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June 15, 2004
German Gothic Board
BlumeDesBösen
German Gothic Board > > Kunsthalle > Gottfried Helnwein
...Sicher kann Photorealismus langweilig sein... dieser typische mit Motiven wie Autos, Kühlschränken etc., der in den 60ern und 70ern 'modern' war, kann mich auch nicht begeistern... Aber Helnwein nutzt diese Malweise ja, um den besonderen Ausdruck von Qual in Kindergesichtern darzustellen, was er, meiner Ansicht nach, so gekonnt tut, dass man seine Bilder fühlen kann... Ganz besonders meine ich da - wie ars diabolicus auch - die Reihe riesiger Kinderportraits in Köln damals... Die richtig 'harten' Bilder (die entstellten Körper und Gesichter) sind ausserdem auch gar nicht photorrealistisch... Und: Helnwein ist ja nicht nur Maler, sondern auch Aktionskünstler, was ihn zu einer vielseitigen - und damit noch mal interessanteren (ich kann meine Begeisterung einfach nicht zügeln ) - Künstlerpersönlichkeit macht...
Gottfried Helnwein
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BlumeDesBösen
Guest
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Old Post erstellt am 15-06-2004 um 00:42
Sagt jemandem dieser Name etwas? (Ausser im Zusammenhang mit dem aktuellen Manson-Album...)
Was haltet ihr von ihm?
ich entdeckte ihn vor ca. zwei Jahren zufuallig im Internet und bin seitdem einigermassen fasziniert von diesem Österreicher... zunächst einmal natürlich wegen seiner teilweise hyperrealistischen Malweise und dann aufgrund diesem Hin- und Herpendeln zwischen Darstellungen misshandelter, entstellter Kinder und Disney-Figuren...
Bin gespannt auf eure Ansichten...
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gekitsu
disruptive pattern
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Old Post erstellt am 15-06-2004 um 05:51
jau... helnwein hat so seine hellen momente in denen er wirklich zu faszinieren vermag.
scheinen allerdings immer mehr gluecksmomente zu sein in denen er scheinbar zufaellig spannende elemente in seinen bildern hat. fuer jedes interessante scheinen mindestens vier, fuenf bilder da zu sein in denen er seinen manierismus in grenzenloser langeweile auslebt.
ich weiss nicht... mir sind justin sweet, jon foster oder kevin llewellyn lieber - da hab ich eher das gefuehl dass die spannung im bild gewollt ist und kein zufallsprodukt - und ihre technik fasziniert mich um einiges mehr als helnweins stellenweise blanker, fast schon notgedrungen totgemalter photorealismus.
ein guter maler (rob howard) sagte mal: jeder idiot kann innerhalb eines jahres lernen photorealistisch zu malen. aber es braucht jahre um zu lernen wie man ein wirklich gutes bild malt.
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ars diabolicus
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Old Post erstellt am 15-06-2004 um 23:26
der mann ist der hammer... (dieses Kinderportrait-project von ihm an diesem bahnhof ist richtig genial....irgendwie)
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BlumeDesBösen
Guest
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Old Post erstellt am 16-06-2004 um 01:33
Sicher kann Photorealismus langweilig sein... dieser typische mit Motiven wie Autos, Kühlschränken etc., der in den 60ern und 70ern 'modern' war, kann mich auch nicht begeistern... Aber Helnwein nutzt diese Malweise ja, um den besonderen Ausdruck von Qual in Kindergesichtern darzustellen, was er, meiner Ansicht nach, so gekonnt tut, dass man seine Bilder fühlen kann... Ganz besonders meine ich da - wie ars diabolicus auch - die Reihe riesiger Kinderportraits in Köln damals...
Die richtig 'harten' Bilder (die entstellten Körper und Gesichter) sind ausserdem auch gar nicht photorrealistisch...
Und: Helnwein ist ja nicht nur Maler, sondern auch Aktionskünstler, was ihn zu einer vielseitigen - und damit noch mal interessanteren (ich kann meine Begeisterung einfach nicht zügeln ) - Künstlerpersönlichkeit macht...
Justin Sweet hat zwar auch einige Zeichnungen gemacht, die Kinder in teilweise ähnlichen Situationen (das ist etwas heikle, weil es sich ja oft um eindeutige sexuelle Anspielungen handelt) zeigen wie bei Helnwein, aber seine Bilder gehen doch eher in Richtung Fantasy... Und Jon Foster ja sowieso... Oder sollte das ein Vergleich mit den Disney-Figuren sein?
Kevin Llewellyn sagt mir nichts...
Aber nat�rlich muss ich einsehen, dass jeder Kunstwerke anders empfindet...
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geschrieben von: Grusel0204
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hab mir mal ne hp angesehn und bin echt begeistert, da ich eh schon ein fan des fotorealismus bin. teilweise sehr bedrohlich und beklemmend wirkende bilder. vor allem die bandagierten und entstellten kinder. aber ansonsten ein beachtlicher künstler!
den spruch von rob howard finde ich übr nicht sehr nett.
der fotoraelismus ist meiner meinung eine sehr ernst zu nehmende und überwältigende kunstrichtung.
da sollte man sich über manch abstrakte werke schon ehr gedanken machen...
in diesem sinne
das grusel
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geschrieben von: gekitsu
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ich weiss nicht... mein grosser kritikpunkt am photorealismus ist eben dass es in fast jedem fall ein manierismus ist. ein selektionsloses totmalen, glattstreichen und fuellen mit details - so langweilig wie eine kamera sieht, nicht so selektiv wie das auge.
und darin geht meines erachtens eindeutig ein wichtiger faktor der gegenstaendlichen malerei verloren.
ich bin sicher dass zum beispiel das projekt mit den kinderportraits staerker gewirkt haette wenn es von jemandem mit einer besseren "pinseloekonomie" gemalt wuerde. wenige pinselstriche, dafuer kein verstecken hinter glattgestrichenem und details. gekonnt gesetzte akzente die ein bild als gesamtes wirklicher erscheinen lassen als wahllose zukleisterung mit details.
und in der (technischen) hinsicht finde ich photo/hyperrealismus schwach und technisch einem akademischen realisten oder einem barockmaler keinesfalls ebenbuertig.
ein gutes beispiel fuer eine wirklich fast vollkommene technik ist meines erachtens noch craig mullins. :)
edit: was is denn an den kinderzeichnungen von justin sexuell? ich hab einige mehr davon gesehen als auf seiner hp sind und ich find da nix sexuelles dran...
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geschrieben von: Creobotra
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es gibt einige, die in einem photorealistsichen stil malen udn das wirklich gut.
gerade junge deutsche künstler sind anscheinend mit diesem stil wieder obenauf in der kunstszene (laut einem spiegel-artikel)
was ich an vielen, die so malen, nicht abkann, ist, dass es reiner selbstzweck ist.
es wird im prinzip nur ein foto vergrössert und auf leinwand gemalt. gerade beim airbrush gibts das ja gehäuft.
wenn das bild in einer art und weise des ausdrucks oder impression nicht über das foto hinausgeht, ist es ja sinnlos.
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@grusel: der spruch ist (leider) wahr.
vG
creo
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geschrieben von: gekitsu
servus creo :)
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bezueglich photorealistischen gemaelden welche gut sind: die sehe ich in etwa so wie wenn jemand zwei fahrraeder zusammenbaut und die mit motor ausstattet um auto zu fahren. sicher geht das und einige moegen sogar was verkehrstaugliches damit zustandebringen... aber dafuer gibt es autos. :)
sprich: ein gutes photorealistisches gemaelde (das keinesfalls durch den stil spannung bekommen kann sondern durch komposition etcetera) kann man einfacher, schneller und billiger mit einer kamera machen. mehr als die demonstration dass mein handgelenk das auch kann ist es letzten endes nicht (reiner manierismus). ein erkennbarer mehr-wert fuer das bild entsteht nicht - es wird als bild nicht besser dadurch.
ein mehr-wert (in bildnerischem sinne) entsteht erst dann wenn man die engen limitierungen der kamera ueberschreitet - und dazu brauchts wirkliches koennen und neben einem funktionierendem handgelenk auch noch ein hirn. (jon foster sinngemaess: it's astounding how much you have to leave out to make something recognizeable in its basics)
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geschrieben von: BlumeDesBösen
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Hab inzwischen festgestellt (indem ich nochmal in einem wunderbaren Buch über Helnwein nachgeschaut habe), dass diese Bilderreiche der Kindergesichter damals in Köln tatsächlich Photos waren und nicht gemalt...
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@gekitsu
Sicher hast du recht, dass man Photorrealismus einfacher haben kann, indem man sich schlichtweg eine Kamera nimmt... Aber vielleicht sieht sich Helnwein ja in Wirklichkeit als Photograph, der nur nicht immer das passende Motiv in natura gefunden hat - also keines, das seiner Vorstellung entsprach und das die Gedanken und Gefühle widergespiegelt hat, die er darstellen wollte - und deshalb zum Pinsel griff und Photos gemalt hat...
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geschrieben von: gekitsu
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mag sein... so wie ich das sehe lebt er anz gut von seiner arbeit und es sei im ja von herzen gegoennt... nur behaupote ich dass auch ein helnwein mit komischen bildern im kopf das ganze einfacher in nem studio und ner kamera, eventuell n bissel photoshop danach hinkriegt ;)
aber letzten endes schweifen wir auf pro/contra photorealismus ab und nicht unsere meinungen zu helnwein. sorry
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geschrieben von: Leland Gaunt
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Hat Helnwein nicht auch mit Rammstein zusammengearbeitet?
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geschrieben von: BlumeDesBösen
@Leland Gaunt
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Ja, hat er. ich weiß nicht, wie die CD heißt, aber jedenfalls waren es diese Bilder mit den bandagierten Bandmitgliedern, die eigentlich ziemlich bekannt geworden sind...
geschrieben von: blutrotes leid
hey!!
mh, ich hab den namen schon einpaar mal gehört....doch kann ich mir da nichts zusammenreimen
könnt ihr mir vielelicht eine gute seite von ihm nennen??
meine suchmaschine hat irgednwie keien erfolge*seufz
auf bald
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geschrieben von: BlumeDesBösen
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Hallo blutrotes leid...
Schau mal zu www.gottfried-helnwein.at
geschrieben von: blutrotes leid
*:rolleyes:
eigentlich eine sehr logische schlussfolgerung....nciht wahr???*lach
danke für den link.....
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geschrieben von: SuicideSociety
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Das Scorpions - Blackout ... Cover hat er auch entworfen ...
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geschrieben von: worldsfoe
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Meine Tante war schonal in seiner Galerie in Los Angeles...
sie meinte, das sie seine Kunst erst dann richtig zu schätzen gelernt hatt, weil es weitaus mehr gibt als nur Bandagierte Rmmstein Leutz...
Wisst ihr das er das auf dem Scorpion Cover ist....nicht de Sänger!




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