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December 1, 2004
Filmarchiv Austria
www.filmarchiv.at
Dietmar Schwärzler
Helnwein, der Film
Regie: Peter Hajek
Das von Peter Hajek 1984 inszenierte Porträt begibt sich auf die Spuren von Helnweins Leben und Werk. Er wurde in den 1970er-Jahren vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern bekannt und hat sich seit den 1980er-Jahren vor allem der Fotografie und großformatigen Installationen im öffentlichen Raum – meistens mit einem sozialen oder gesellschaftspolitischen Anliegen – zugewandt. Kinder, oft seine eigenen, sind auch der Rahmen, in dem Helnwein bei der Arbeit, im Familienverbund oder beim Spiel präsentiert wird und durch welchen er in dieser Mischform aus fiktivem Dokument und realer Fiktion sowohl künstlerisch als auch sozial kommuniziert
Kunst-Stücke: HELNWEIN
ORF 3: FILM. FERNSEHEN. ÖSTERREICH.
16.5.1984
Gottfried Helnwein, der heute vorwiegend in Irland und Los Angeles lebt, ist ein kommerzieller Grenzgänger. Sobald man einen Blick in seine Werkliste wirft, fallen zwei aktuelle Kollaborationen ins Auge: die Zusammenarbeit mit Sean Penn und Marilyn Manson an experimentellen Film- und Videoprojekten – Mansons letztes Album schmückt auch ein Coverfoto von Helnwein –, und die diesjährige Zusammenarbeit mit Maximilian Schell am Rosenkavalier von Richard Strauss für die Los Angeles Opera. Das von Peter Hajek – u. a. Miterfinder der Show WÜNSCH DIR WAS sowie Autor und Produzent der TV-Serie KOMMISSAR REX – 1984 inszenierte Porträt begibt sich auf die Spuren von Helnweins Leben und Werk. Er wurde in den 1970er-Jahren vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern bekannt und hat sich seit den 1980er-Jahren vor allem der Fotografie und großformatigen Installationen im öffentlichen Raum – meistens mit einem sozialen oder gesellschaftspolitischen Anliegen – zugewandt. Kinder, oft seine eigenen, sind auch der Rahmen, in dem Helnwein bei der Arbeit, im Familienverbund oder beim Spiel präsentiert wird und durch welchen er in dieser Mischform aus fiktivem Dokument und realer Fiktion sowohl künstlerisch als auch sozial kommuniziert. Sie sind letztlich auch diejenigen, die eine Form der Gegenrede artikulieren, und damit die Argumentation seiner Kritiker unterwandern. Peter Hajek wurde für HELNWEIN mit dem Adolf-Grimme-Preis, den Eduard-Rhein-Preis und den Goldenen Kader der Stadt Wien ausgezeichnet.
REGIE und BUCH: Peter Hajek
KAMERA: Hans Seliovsky, Gerhardt Ordnung
SCHNITT: Silvia Wallner
TON: Vinzenz Lensky
AUSSTATTUNG: Christoph Kanter
REGIEASSISTENZ: Barbara Ossenkopp
PRODUKTIONSLEITUNG: Alfred Deutsch
MIT: Gottfried, Renate, Cyril, Mercedes und Ali Helnwein, Michael Ottenstein, Traude Jurnann, Franz Capek
REDAKTION: Karl Löbl (ORF), Beate Pinkerneil (ZDF)
PRODUKTION: Mungo-Film, Wien, im Auftrag von ORF und ZDF
LÄNGE: 45 Minuten
FORMAT: 16 mm, Farbe




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