Helnwein ( presse )
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Gottfried Helnwein : The Rake's Progress
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Julia Spinola
Aus dem Reich der Verstümmelten und der bandagierten Köpfe: Strawinskys "Rake's Progress" an der Hamburgischen Staatsoper.
Das Eindringen des Horrors in den Alltag hat wohl kaum jemand so beklemmend dargestellt wie der österreichische Künstler Gottfried Helnwein. Auf seinen Bildern nimmt die Gewalt derart Besitz von der Normalität, dass sie zum alles vergiftenden Elixier des Grauens wird. Viele seiner Gemälde, Plakate, Fotografien und Federzeichnungen zeigen Versehrung und Verstümmlung von Menschen, klinische Folterszenen, brutalisierten Kindern mit apathischen Blick, mit verbundenen Köpfen und Händen, oder mit ausradierten Gesichtern. Dennoch schockiert nicht die Inhalte allein: So umfassend scheint vielmehr Helnweins Perspektive auf das Leben vom Gefühl der Qual durchtränkt, dass selbst motivisch harmlosen Porträts, von John F. Kennedy oder Mick Jagger etwa, noch die Gewalt aus jeder fotorealistischen Pore dringt. ... +

Gottfried Helnwein : Tom Rakewell
Welt am Sonntag
Engler
Das Haus an der Dammtorstrasse zeigt einen Klassiker der Moderne: Jürgen Flimm inszeniert "The Rake's Progress", Ingo Metzmacher dirigiert, und Gottfried Helnwein schuf das außergewöhnliche Bühnenbild. Der Maler, Fotograf, Bildhauer und Bühnenbildner Gottfried Helnwein gestaltet Bühne, Kostüme und Masken - nach Jörg Immendorff ist er der zweite Maler, der sich an die Strawinsky Oper wagt. Im Gegensatz zu dem Düsseldorfer Neuen Wilden geht Helnwein allerdings mit dem fotografischen Auge eines Kameramannes und mit großem Feingefühl als Kostüm- und Maskenerfinder zu Werke. "Was Gottfried Helnwein da gemacht hat, ist gewaltig," sagt der amerikanische Bassbariton David Pittsinger, ein erfahrener Strawinsky-Interpret, der in der Inszenierung den Teufel Nick Shadow singen wird. "Die Kostüme hat er als Maler entworfen, die Farben entsprechen den Klangfarben der Musik und denen der Figuren im Libretto," schwärmt der Sänger, dessen Lehrer Richard Cross noch selbst mit Strawinsky gearbeitet hatte. ... +

Gottfried Helnwein : Lady Macbeth
Die Zeit
Rolf Michaelis
Choreographisches Theater in Heidelberg. "Macbeth" von Johann Kresnik und Gottfried Helnwein
Es gelingt Kresnik und Helnwein uns mit einer grausigen Mord-Ballade zu fesseln, die mit höhnischem Gelächter vor unseren Augen vorbeirast - wobei der schon dem Tod geweihte neue Herrscher statt der Krone eine zwar goldene, aber noch Narren-Kappe wie eine Tiara trägt.
Sieger, so die Botschaft, gibt es im tödlich närrischen Kampf um die Macht nicht. Sieger in Heidelberg sind, in einer glanzvoll wüsten Inszenierung: Gottfried Helnwein, Johann Kresnik und das mitreißend auftrumpfende Ensemble von siebzehn Tänzerinnen und Tänzern. ... +
Gottfried Helnwein, Stage and Costumes for "Macbeth", byJohann Kresnik's Choreographic Theatre , Heidelberg, 1988

Gottfried Helnwein :
Die Welt
L. Fritz Gruber
Natürlich möchte man wissen, wie Helnwein sich von anderen bedeutenden Kameraportaitisten unterscheidet. Er vermeidet die Idealisierung eines Yousuf Karsh, die Entblössung eines Richard Avedon, das kühl-komponierte grafische Arrangement eines Irving Penn. Helnweins Stil ist die freie Auswahl seiner Modelle, wobei sich jedes Bild zu einer neuen persönlichen Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber formt. Sein Stil ist die Freiheit der Annäherung, Kein eintöniges Schema, sondern immer faszinierende Premieren. ... +

Gottfried Helnwein : Angel sleeping 5
K.West
Feuilleton für NRW
Svenja Klaucke
»Beautiful Children« in Oberhausen: die erste Helnwein-Ausstellung in Deutschland seit zehn Jahren
Die mit bedeutendsten Exponate der Schau: große, brillant bearbeitete Fotografien der Serie »Angels Sleeping« (1999). Seltsam anrührende Bilder von missgebildeten, totgeborenen Kindern. Die verwachsenen Geschöpfe taucht Helnwein in große Schönheit. Geradezu eine Neuerfindung des Magischen Realismus: Föten in Formaldehyd, aus dem Anatomisch-Pathologischen Museum Wien, gescheiterte Hoffnung auf Leben - diese winzigen, runzligen Wesen schwimmen nun wie Alien-Menschlein im grünlichen Leuchten eines science-fiktionalen Andachtsbildes. Jedes eine eigene kleine Persönlichkeit, stille Geschöpfe aus einer anderen Welt, unendlich fern, ungeheuer nah. Ein unbegreifliches Wunder. Das des Lebens, eingefangen in Totgeburten. »Beautiful Children« ist eine einzigartige Gelegenheit, dem Mischtechniken-Magier Helnwein zu folgen in seine schrecklichschönen Twilight-Zones. ... +

Gottfried Helnwein : Dr. Antje Vollmer, Vice-speaker of German Parliament
WAZ
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Dirk Hein
Verstörend und doch mit Faszination: Seit gestern lockt die Ausstellung "Beautiful Children" von Gottfried Helnwein in die Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen.
Es klang wie eine Liebeserklärung an die Künste des Gottfried Helnweins, als Antje Vollmer, Vize-Präsidentin des Bundestages, bei der Eröffnung der Ausstellung "Beautiful Children" in der Ludwig-Galerie formulierte: "Es hat lange gedauert, dass er wieder in Deutschland zu sehen ist".
Ein Ereignis, das bei der offiziellen Eröffnung am Sonntag den erwarteten Besucher-Ansturm erzeugte. Trotz brütender Hitze drängten sich Neugierige, Fans und Sympathisanten in einer viel zu kleinen Begrüßungshalle. Fernab der ersten Reihe, zwischen den stehenden Kunst-Anhängern, die den Kampf um die Sitzplätze verloren hatten, verweilte beinahe unbemerkt mancher Promi, wie Fernseh-Talkmaster Alfred Biolek. Ob als Neugieriger, Fan und Sympathisant: Biolek war gekommen, um Helnweins Werke zu sehen. ... +

Gottfried Helnwein :
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Alexandra Glanz
Beautiful Children
Seine Kunst kann verletzen, denn sie spiegelt die Schrecken des vergangenen Jahrhunderts. Jetzt zeigt das Wilhelm-Busch-Museum 50 Bilder von Gottfried Helnwein.

Die Kinder, die der heute 56-Jährige malt, sind wirklich schön, egal, was ihnen zugestossen ist. Der Betrachter ahnt, dass künstlerische Eingriffe vorgenommen wurden, er kann aber nicht erkennen welche. So wie man sieht, dass mit den abgebildeten Kindern etwas Schlimmes geschehen sein muss, der Betrachter die Qual jedoch nicht durchschauen kann.
Heiner Müller, für dessen “Hamletmaschine” der Künstler 1997 das Bühnenbild entwarf, meinte mal: “Wie hält ein freundlicher Mensch wie Helnwein es aus, seine – exzellente – Malerei zum Spiegel der Schrecken des Jahrhunderts zu machen?” Und weiter überlegte Müller: “Oder hält er es einfach nicht aus, das nicht zu tun?” Richtig. ... +

Oakland Post
Art
Janos Gereben
An artist with conscience, a fearless man with a penchant for profoundly bizarre and complex, meaningful images, Gottfried Helnwein is making a grand re-entry to San Francisco. His work was exhibited here four years ago when his freaky mixed-media portrait of Mickey Mouse - "Mouse I" - was part of the SF Museum of Modern Art's "The Darker Side of Playland - Childhood Imagery."
The paintings are extraordinary, grotesque, powerful, "difficult" and challenging, according to Parker and the curator of the Legion exhibit, Robert Flynn Johnson.
They are all that, and more. A simple description of the works, without context, would only indicate a freak show: a photo-like painting of Hitler with two very Aryan-looking children, an actual bar of soap encased under them; a group of uniformed Nazis gazing adoringly on a contemporary Mother and Child (Helnwein explaining that the people in the photograph that was the basis for the painting were actually surrounding Hitler); images of normal children mixed with misshapen, ill, tortured youngsters. "Why would people cause so much pain to others?" Helnwein asks, and he shows the pain, unflinchingly, but not to titillate the demented or to horrify the ignorant.
"The Child" - located in a part of the Legion next to a permanent exhibit of Renaissance Mother and Child images by Pontormo, Tintoretto, Raphael, and others - has far more to offer than politics, morality, controversy and horror. Although there is no doubt that primarily Helnwein is "the artist as provocateur," he is also an artist in the sense of creating unique and lasting images. ... +

Gottfried Helnwein : Arnold Schwarzenegger
Format
Vienna
Christoph Hirschmann
Christoph Hirschmann spricht mit Gottfried Helnwein über Arnold Schwarzenegger
Arnold war schon sehr früh mit Andy Warhol befreundet, zu einem Zeitpunkt wo beide noch unbekannt waren. Aber er hatte sofort Gefallen an dem blassen, schmächtigen, weissblonden Sonderling gefunden, der oft stundenlang in Trainingshallen und Umkleidräumen verbrachte und fasziniert die verschwitzten Kolosse bei ihren diversen Tätigkeiten betrachtete.
Die Inspiration war offensichtlich gegenseitig, denn Arnold beschloss eines Tages, sein Bodybuilding zur Kunst zu erklären. Er wandte sich also an den Chief-Curator des angesehenen Whitney-Museums in New York und überzeugte ihn davon, dass Bodybuilding eigentlich Bildhauerei im klassischen Sinn sei, nur mit dem eigenen Körper als dem zu bearbeitenden Material. Er hat dann mit zwei anderen Kollegen tatsächlich vor staunenden Kunstfreunden, Kuratoren und Trustees des Museums eine Performance inszeniert, die die illustre Runde lange nicht vergessen sollte. ... +

Gottfried Helnwein : Selbstportrait
MTV Interview with David Bowie, Marilyn Manson and Floria Sigismondi
Kurt Loder
MTV: Sigismondi and Bowie both acknowledge lifting the imagery in his "Dead Man Walking" video from the work of the English painter Francis Bacon.
The look of Floria's most noted video to date, though, [QuickTime,1 MB] "Beautiful People," although it owes a debt to Austrian painter Gottfried Helnwein, was pretty much the inspiration of the artist, Marilyn Manson.
KURT:
The new wave of rock-video grotesquerie isn't new at all, actually, the Austrian painter Gottfried Helnwein, whose self-portrait adorned the cover of an album by the German band Scorpions some years back, was doing images of medical horror twenty years ago,
and no one in rock has gone as far down the road to happy depravity as photographer Joel Peter Witkin, whose deeply disturbing work, which you might best seek out on your own is much admired by Nine Inch Nails leader Trent Reznor, no slouch at images of icky sickness himself. ... +


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