Welche Verdrängungsmechanismen man mit Bildern unterlaufen kann, welche Reaktionen Helnwein provozieren konnte, hatte er schon früh gemerkt: "Man erfuhr nichts über die Hitlerzeit, alle waren verlegen, die Eltern, die Lehrer. Da wollte ich ein Stück aus dieser Zeit einfack rekonstruieren und mal sehen, was passiert. Ich malte einen Super-Hitler in einem Rahmen der dreißiger Jahre."
Abgesehen davon, daß ihn ein empörter Bürger umbringen wollte, war Helnweins Hitler ein Erfolg: " Sämtliche Neo-Nazis von Wien sind damals bei mir aufgetaucht, einer rief ganz verzückt: 'Der Führa, der Führa!' Das Bild hat jetzt ein Sammler hinter einem braunen Vorhang; wenn man den wegzieht, geht das Licht an, und Hitler ist beleuchtet."