Schließlich entschied sich Rosenkranz, doch zum Gedenken zu schreiten – gegen den Willen der Nachkommen von Shoah-Opfern. Rosenkranz schickte zwei Mitarbeiterinnen, um den Kranz zu holen und vor der Menschenkette aufzustellen. Die Kette öffnete sich kurz, um sich zwischen Rosenkranz und dem Kranz wieder zu schließen.
Danach stimmten einige der bis dahin schweigend Protestierenden die haTikwa, die Nationalhymne des Staates Israel, an. Spontan bekam die Menge auch solidarische Unterstützung von prominenter Seite. Der Künstler Gottfried Helnwein, der über den Platz spaziert war, ließ sich erklären, worum es bei dem Protest ging, und gliederte sich in die Menschenkette ein.