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March 5, 2025
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Kronenzeitung
Nuss-Händler: „Ich hab‘ eine Künstlerseele“
Elisabeth Rathenböck
Gerhard Pesendorfer eröffnet am 1. April die erste Dauerausstellung in seinem Kunsthaus Blaue Butter in Gmunden. Es wird ein hochkarätiger Streifzug, er sammelt Werke von österreichischen und deutschen Künstlern, darunter sind große Namen wie Hermann Nitsch, Joseph Beuys, Gottfried Helnwein. Für die Helnwein-Schau im Vorjahr im K-Hof Gmunden stellte er viele Leihgaben zur Verfügung.




Schon vor 36 Jahren ist Gerhard Pesendorfer aus Pinsdorf „auf die Nuss“ gekommen. Damals gründete er in der elterlichen Garage ein Unternehmen, das heute große Handelsketten mit Nüssen aller Art, Trockenfrüchten, Müsli und mehr beliefert. Aber Pesendorfer führt ein Doppelleben, er verrät: „Ich habe eine Künstlerseele und male Bilder unter dem Künstlernamen Gustav Furmentum.“

Außerdem sammelt er Werke von österreichischen und deutschen Künstlern, darunter sind große Namen wie Hermann Nitsch, Joseph Beuys, Gottfried Helnwein. Für die Helnwein-Schau im Vorjahr im K-Hof Gmunden stellte er viele Leihgaben zur Verfügung.


„Wegreißen ist langweilig“
Heuer aber will er selbst Ausstellungen machen, und zwar in seinem eigenen, privat finanzierten Museum. „Es gibt nichts Langweiligeres als eine Halle wegzureißen und Wohnungen hinzubauen“, ist er überzeugt. Darum hat er ein altes Firmengebäude zum Kunsthaus Blaue Butter umgebaut, der Name wurde von einem Kunstwerk inspiriert.


Besondere Namen im Sommer
Im Vorjahr der Testlauf: Das Kunsthaus beherbergte Ausstellungen der Kulturhauptstadt. Jetzt kuratiert er selbst, am 1. April wird er die erste Dauerausstellung eröffnen: „Ein repräsentativer Streifzug durch die Kunst ab 1968 bis heute.“ Zwei, drei Sonderausstellungen pro Jahr könnte es im Kunsthaus auch geben.

Ab 28. Juni wird Valie Export, die erst unlängst von einem Magazin zur einflussreichsten österreichischen Künstlerin gewählt wurde, hier eine Einzelausstellung im Rahmen der gmunden.photo zeigen.

Wie geht es weiter? „Ich schau’ mir mal an, wen die Ausstellungen interessieren, dann entscheide ich, wie ich weitermache“, sagt Pesendorfer.








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