"Ja, dieses Bild ist ein Appell gegen Gewalt, Terror und Angst", sagt er. Ursprünglich als Ölgemälde angelegt, wurde es vergrößert und auf Netzbahnen gedruckt. Jetzt ziert es die Fassade des Ringturms, dem Bürogebäude des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. Seit 2006 wird das Gebäude jedes Jahr von einem anderen Künstler verhüllt, das Werk Helnweins sorgt für besonders große Aufmerksamkeit.
Helnwein kommt zum Gespräch in ein Café direkt gegenüber dem Hochhaus. "Es gibt Momente, in denen der Künstler die Verpflichtung hat, Zeuge zu sein. Stellvertretend für die Menschheit zu sehen. Dort hinzuschauen, wo niemand mehr hinschauen will", sagt er. Er male nicht in erster Linie aus ästhetischen Gründen. "Ich habe irgendwann einmal erkannt, dass Kunst für mich die einzige Möglichkeit ist, mich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen."