
Wie erklären Sie sich die Kritik, die Ihnen entgegengebracht wird, gerade auch aus der Fachwelt?
Das ist dieselbe Fachwelt, die einen Mann wie Günter Grass in alle Boden verdammt. Obwohl ich mit Günter Grass, weder in der Politik noch in der Wiedervereinigungsfrage einverstanden bin. Aber das ist ein grandioses Buch [Günter Grass: Ein weites Feld].Ich meine, ich will nicht im Grass lesen, was ich denke. Wissen Sie, diese Infamie, Grass zu unterstellen, er hätte den Mord an Rohwedder gebilligt. Er setzt Rohwedder ein nobles Denkmal. Er schreibt, seine Hauptfigur sagt: ich glaube doch, er war für mich wie ein Freund. Wie kann man Grass nur solche Gemeinheiten unterstellen, nur, weil er in die Plattheiten und Dummheiten nicht einstimmt, sondern, weil er sagt, die Treuhand, die so viele Arbeitsplätze vernichtet und eine Umstellung in der Wirtschaft gebracht hat, hat eben Feindschaften und Haßgefühle ausgelöst, die zu solchen ‐ er nennt das auch Mord ‐ Morden führen können.So wird alles, was Grass sagt, auf den Kopf gestellt. Das Buch ist sprachlich ein Meisterwerk. Aber eine vorgefaßte Meinung und jeder schreibt... Wir leben in einer Welt, so konfirmistisch war noch keine. Unser Bild ist von den Massenmedien derart geprägt, daß nach zwei Fernsehsendungen 80 % der Deutschen für den Einsatz der Bundeswehr in Jugoslawien sind, nachdem zu Beginn 80 % dagegen waren.
Wie stehen Sie dazu?
Ich bin striktissime dagegen. Wissen Sie, ich bin Deutscher, stolzer Deutscher, ich bin auch national eingestellt bis in die Knochen, aber ich bin nicht dafür, daß man sich auf dem Gebiet wieder die Allüren angewöhnt: wir bringen überall Recht. Wir sollten die anderen Völker endlich in Ruhe lassen.
Zur Nationalgalerie in Ost-Berlin: man warf Ihnen vor, Ihre Schenkung zurückgezogen zu haben.
Also, wir haben in Ost-Berlin, wie Sie wissen, in der tiefsten KommunistenZeit fertiggebracht, was mir heute noch wie ein Wunder erscheint: eine beachtliche Sammlung Spitzenwerke westlicher Kunst, die nach DDR-Kunstverständnis verpönt waren, auszustellen.
Das war also der Beginn, vom Westen in den Osten zu gehen.
Ich hatte nicht ein einziges Werk von DDR-Kunst gekauft, als ich unsere Leihgaben für Ost-Berlin angeboten habe. Wir waren in Ost-Berlin mit dem Generaldirektor zusammen. Der sagte: Herr Ludwig, Sie tun so viel mit Museen. Uns fehlt das hier, geben Sie uns doch Leihgaben, wir geben Ihnen hier drei wunderbare Räume im 1. Stock vom Alten Museum. Ich sagte zu ihm: Sie sind nicht stark genug, das beim Politbüro durchzusetzen, diese Kunst wollen sie doch gar nicht. Aber er hatte einen Verbündeten, Herrn Sitte, Präsident des Künstlerverbandes, Freund von Honecker, der sagte: unsere Kunst braucht internationalen Anschluß oder sie wird provinziell. Mit diesem Spruch ist er zu Honecker gezogen. Das hat aber trotzdem ein halbes Jahr gedauert. Dann haben die DDR-Leute das sehr nobel gemacht in den besten Räumen des Museums. Eigene Musik wurde komponiert für die Eröffnung, rührend. Erst nach dieser Zeit haben wir DDR-Kunst gekauft und Ausstellungen gemacht.
Kamen Sie durch diese Kontakte dazu, DDR-Kunst zu kaufen?
Ja. Ich bin durch die DDR gereist seit den 60er Jahren. Ich habe schon immer danach geschielt zu kaufen. Aber dann haben wir’s intensiv betrieben.
Wo war der Skandal, der sich um die Verbindung mit der Nationalgalerie zog?
Vor der Wende habe ich den damaligen DDR-Vertretern, die immer wieder um eine Schenkung baten, gesagt: dann müssen Sie eine eigene Abteilung bilden, wo DDR-Kunst und unsere Schenkung zusammengefaßt werden kann in einer eigenen Institution und an die schenken wir. Dann kam die Wende ‐ zwischen dem Sturz des Regimes und dem Anschluß an die Bundesrepublik war ja eine Zwischenzeit ‐ und man fand das Projekt interessant und war bereit, einen Vertrag zu machen. Dann habe ich gesagt: ja, aber nur, wenn die DDR-Kunst dazukommt. Dann haben die Mitarbeiter, damals war da noch so eine Art Räterepublik, eine Abstimmung gemacht und abgelehnt. Später sagte Honisch oder wer:Geben Sie doch die Kunst an die Nationalgalerie als Geschenk. Aber die Nationalgalerie hat Geld, eine wunderbare Sammlung, die braucht meine Picassos, meine Baselitz’, Antes’ nicht. Ich schenke ja auch nicht nach Paris, nicht nach London, auch nicht ans Guggenheim in New York. Ich schenke dahin, wo meine Sammlung einen Akzent setzt. Da war das Gespräch Budapest im Gang und Wien. Ich hatte also andere wichtige Plätze. Dann stand in der Zeitung: der hat die Sammlung in Berlin abgezogen, weil da kein Ludwig-Museum ist. Ich habe gesagt: ich gebe Kunst nur dahin, wo sie Sinn macht. In Petersburg macht unsere Kunst einen ungeheuren Sinn, die Leute haben nie westliche Kunst in Petersburg gesehen. Jetzt sehen sie sie.
Begreifen Sie sich als Kultur-Politiker, der das kulturelle Bewußtsein mitprägt?
Unsere Kunstsammlungen machen insoweit Kulturpolitik, als sie bewußt zur Völkerverständigung beitragen, indem sie das Sich-Kennenlernen verschiedener Kunstäußerungen ermöglichen.
Daß Sie mit Ihrer Sammlung Informationslücken schließen wollen, haben Sie eingangs erwähnt. Glauben Sie, daß Sie etwas zur deutsch-deutschen Verständigung mit Ihrer Sammlung der DDR-Kunst beitragen konnten?
Ich glaube viel, mit jeder Reise dahin, mit jedem Auftreten, ich habe ja Ausstellungen gemacht, in neun Museen bei der Eröffnung gesprochen, immer meine Vorstellungen darzustellen versucht, ich bin im Fernsehen aufgetreten, im Rundfunk der DDR.
Haben Sie auch härtere Diskussionen mit sogenannten Kulturfunktionären geführt?
Wir haben die gekannt. Mein Kapital in der DDR und später der Sowjetunion, die nächste große Welle, war, daß ich immer gesagt habe: ich komme nicht hierhin als Spion, ich komme nicht, um Ihr Land zu unterminieren, aber ich komme als ein Mann, der nie ein Kommunist wird. Ich bin Repräsentant unseres Gesellschaftssystems und bin als Unternehmer ein Kapitalist in Ihrer Sprache. Aber ich komme nicht als Feind, ich komme, weil ich meine, es gibt gemeinsame kulturelle Anliegen, weil ich Kontakt suche und Freundschaft will zwischen den Systemen und zwischen den Ländern. In Rußland ging’s dann genauso.
Mit welchem Gefühl haben Sie 1989 den ‘Stern für Völkerfreundschaft’ entgegengenommen? Welche Bedeutung hatte diese hohe Auszeichnung der DDR für Sie?
Völkerfreundschaft ist für uns ein hohes Anliegen. Es ist die sicherste Waffe gegen den Krieg. Als meine Frau und ich den Orden in Aachen erhielten, waren am Vorabend die Demonstrationen in Leipzig angelaufen. Wir waren glücklich und haben das in unserer Dankrede an den DDR-Botschafter auch zum Ausdruck gebracht, daß die Freiheit sich buchstäblich auf den Weg gemacht hat.

Ich habe Breker kennengelernt als er 86 Jahre alt war, mit 91 ist er verstorben. Ich habe nie ein Werk von Breker besessen, mich aber maßlos geärgert, daß dieser alte Mann uferlos verfemt wurde. Weil er Hitlers Lieblingsbildhauer war? Also schön. Auch ein Grund.Ich habe mir gedacht, der macht so schöne Portraits, jetzt ärger’ mal all diese Spießbürger, laß Dich von ihm porträtieren. Genau das geschah, jeder hat sich darüber aufgeregt. Ich frage mich, warum ein Privatmann in Deutschland sich nicht porträtieren lassen kann. Breker hat Adenauer porträtiert, Cocteau, Ernst Jünger, ich weiß nicht, wen alles. Ich habe aber Breker auch zum Portrait überredet, weil ich ihn als Zeitzeuge schätze. Er hatte ein brillantes Gedächtnis. Ich habe mir von ihm Herrliches erzählen lassen über die Hitlerzeit, wie das alles kam, über die einzelnen Akteure, Göring, Goebbels, Himmler, Hitler im Krieg, Hitler vor’m Krieg, hat er ja alles miterlebt, hautnah. Er war für mich eine Geschichtsquelle.Das hat mich brennend interessiert. Und er hat freimütig über alles immer wieder gesprochen. Er war ein sehr nobler Mann, bis zu seinem Tode. Das ist die Breker-Geschichte. Ich habe nie daran gedacht, ein solches Portrait auch nur in einem Museum auszustellen, sondern ich habe mir erlaubt, für mich zu Hause ein Portrait machen zu lassen, weil er ein großer Portraitkünstler aus meiner Sicht war, da kann man anderer Meinung sein. Ich finde ihn überhaupt einen guten Plastiker. ‐ Dann hieß es, Herr Ludwig hat sich dafür eingesetzt, NS-Kunst im Museum zu zeigen. Es gibt in der Sammlung Ludwig nicht ein einziges Kunstwerk aus der Zeit von ‘33-45.
Obwohl es für einen Kunsthistoriker doch kein Problem sein sollte, sich auch mit der Kunst dieser Zeit zu beschäftigen.
Heute ist das ein Staatsverbrechen offenbar. Und ich will Ihnen auch sagen, ich habe Stalin und Lenin in brillanten Portraits. Ich hätte vielleicht auch ein Hitler-Portrait, wenn ich ein erstklassiges gefunden hätte.
Was interessiert Sie daran?
Weil es ein Zeitdokument ist. Daß dieser schreckliche Mann ‐. Ich habe von Stalin ein Bild aus seinem letzten Lebensjahr, wie er in der Zarenjacke auf seiner Datscha sitzt, von seinem Hofmaler gezeichnet. Ich habe Lenin-Portraits von dessen Hofmaler. Die sind heute im Museum in Köln ausgestellt. So etwas hat mich immer interessiert, weil ich in dieser Zeit gelebt habe. Die Nazi-Kunst ‐ ich habe gesagt und wiederhole das für jeden, der es hören will, daß das Auslöschen von Kunst von ‘33-45, weil sie in Deutschland offiziell entstanden ist, für mich eine absurde Vorstellung ist. Kein Franzose erwartet das von uns, kein Engländer, kein Amerikaner.
In der Romantik-Ausstellung ‘Ernste Spiele’ in München ist die Sektion der Kunst der NS-Zeit nur mit vielen Fragezeichen präsentiert worden.
Und es geht weiter, jetzt in Venedig bei der Biennale war eine große Ausstellung von dem Direktor des französischen Picasso-Museums über Kunst im 20. Jahrhundert. Da waren neben einem Mussolini-Portrait auch einige Bilder vom Haus der Kunst, Volksempfänger und so.Ich habe die Leute gehört: Die haben phantastisch gemalt, wunderbar, herrlich. Was ist daran schlimm? Ich wehre mich gegen die Bevormundung eines Volkes. Also, wir haben von den Amerikanern 6000 Bilder zurückbekommen aus der Hitlerzeit, die sie hier gestohlen hatten. Darunter Bilder, die während des 2. Weltkrieges von den Frontmalern gemalt wurden. Jede Armee im 2. Weltkrieg hatte Frontmaler, die Russen, die Amerikaner, die Franzosen. Nur den Deutschen darf bis heute... Wissen Sie, da wären erschütternde Kriegsbilder dabei, Frontszenen von den Leuten, die wirklich dabei waren. Die darf man nicht sehen.
Das ist Geschichte auch ausgewischt.
Wo sind wir? Wir sind doch als Volk nicht zu entmündigen.
Ich sehe heute bisweilen so etwas wie Inflation und Dekadenz in der Kunst. Wir haben heute morgen über Saturiertheit gesprochen. Was denken Sie, was bleiben wird von der Kunst unserer Zeit?
Das ist unmöglich zu sagen, es war immer unmöglich zu sagen, so ist es auch heute. Wenn ich Sie einmal an die kurze Vergangenheit erinnern darf, unser Verhältnis zu Makart oder zu Stuck, die in den tiefsten Kellern verschwunden waren und jetzt wieder da sind. Ein viel besseres Beispiel: die französische Salonmalerei. Im Musée d’Orsay, 19. Jahrhundert in Frankreich sehen Sie die Salonmalerei, die in meiner Studentenzeit als der Ausbund des Ekelhaften galt, sie steht wieder da, wo sie hingehört in Riesenräumen, und die Impressionisten sind da, wo die Dienstboten gewohnt haben.
Der Zeitgeschmack ändert sich.
Das meine ich. Wir können gar nicht wissen, ob in 100 Jahren die Impressionisten noch so wichtig sind und ob nicht die Salonmaler dann noch wichtiger sind. Ich glaube das zwar nicht persönlich, aber Prophet kann ich nicht sein. Da will ich Ihnen noch etwas sagen. Ich bin furchtbar attackiert worden, weil ich mal gesagt habe: wenn von unserer Sammlung in 80 Jahren 30 % wichtig sind, bin ich der größte. 30 % müssen nicht immer dieselben 30 % sein. Ich finde es schon unglaublich, wenn man sich in 100 Jahren klar macht, was ein Deutscher nach dem 2. Weltkrieg an internationaler Kunst gekauft hat. Natürlich ist dann vieles andere vielleicht ganz wichtig, aber es bleibt immer noch unglaublich zu sehen, was war in der Zeit. Ich hätte wirklich gern gesehen, was wäre einem Sammler in Frankreich um 1870 wichtig gewesen. Leider gab es damals keinen Sammler von Weltkunst in unserem Sinne.
Reiner Speck stellt in seiner Biographie ‘Peter Ludwig. Sammler‘ eine Genealogie der Sammler auf, er spricht u. a. von Katharina de Medici. Was haben Sie mit diesen ‘Sammler-Ahnen’ gemeinsam, worin unterscheiden Sie sich?
Da unterscheidet sich alles. Der Direktor des Germanischen Nationalmuseums Gerhard Bott, der früher in Köln Generaldirektor war, machte aus Anlaß des 150jährigen Jubiläums in Nürnberg im Germanischen Nationalmuseum eine Ausstellung LudwigsLust, die der größte Erfolg war, den das Museum je hatte. Was hat mich fasziniert, diesem Gedanken zuzustimmen?Bott sagte: Unser Museum, das Germanisches Nationalmuseum verdankt dem deutschen Sammler, dem großen Gründer dieses Museums das alles. Ich möchte mit Ihrer Sammlung, 150 Jahre später, zeigen, wie sich die Zeiten ändern. Der deutsche Sammler nach dem 2. Krieg sammelt international. Das hat Gründe.
Politische Gründe, aus der eigenen Vergangenheit heraus?
Natürlich. Das meinte er damit. Und ich will, sagte Bott, damit auch dem Germanischen Nationalmuseum eine Zukunftsvision geben. Wir sollten darüber nachdenken, uns mehr für nicht-germanische Kunst zu öffnen. Ich will damit sagen: frühere Sammler, heutige Sammler ‐. Wissen Sie, auch die enge Beziehung zu Picasso, der ein uferloser Sammler war, nicht nur der eigenen Kunst, der hat ja alles gesammelt, der hat kein Päckchen weggeworfen, der hat noch die Verpackung aufgehoben von dem Päckchen. Also, die Sammlung, wie kann ich die einordnen in die Sammlungen der Vergangenheit? Ich kann das schwer sagen, sicher gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen früheren Sammlern noch so hohen Geblütes und der bürgerlichen Sammlung Ludwig. Aber es gibt auch fundamentale Unterschiede. Ich glaube, etwas von dem Besonderen ist doch in den Biographien eingefangen. Und das hat wahrscheinlich mit Soziologie, traumatischen Erlebnissen und allem anderen zu tun. Ganz zu Ende gedacht habe ich das auch noch nicht.
‘Warum sind so viele Deutsche Sammler, Herr Ludwig?’, so der Titel eines Interviews von Barbara Catoir. Ist Sammeln ein deutsches Phänomen?
Ist es. Es ist folgendes Phänomen: die Deutschen sind aufgrund ihrer Reiseund Exportfreudigkeit das am meisten international orientierte Volk der Welt. Und das hat wieder mit der Zertrümmerung des Landes 1945 zu tun.
Die Leidenschaft des Sammlers. Was, glauben Sie, muß ein Mensch in sich tragen, um zu sammeln?
Leidenschaft. Begeisterung. Liebe. Liebe zur Kunst. Obwohl ich oft gesagt habe und gerne wiederhole: Sammeln hat auch mit erheblich negativen Seiten im Menschen zu tun, mit einem Trieb. Und Trieb ist ja immer etwas Ungezügeltes.
Jedermann weiß, daß es das Sammler-Ehepaar Ludwig gibt. Aber man spricht zumeist von dem Sammler Peter Ludwig.
Meine Frau schätzt nicht den Zug in die Öffentlichkeit.
Sie beziehen Ihre Frau ja dezidiert ein.
Aber sie hält sich konsequent zurück.
Obwohl sie Ehrungen erhalten hat, wie Sie auch.
Nein nein nein. Bei unserer Gleichberechtigung wird selbstverständlich alles sehr viel sparsamer verteilt an Frauen. Wenn ich meine eigene Frau angucke: ich habe alle Orden zwei Stufen höher, alle Ehrungen fünf Jahre früher.
Ihre Frau ist doch sehr beteiligt am Aufbau der Sammlung.
Natürlich ist sie beteiligt von vorneherein. Sie stammt genau wie ich aus einer Familie, wo Kunst üblich war. Sie hat auch Kunstgeschichte studiert, wir haben uns da kennengelernt. Und sie ist eine begeisterte Kunstfreundin und eine exzellente Kennerin.
Es gibt doch sicher viele Prägungen, die zum Sammeln beigetragen haben, das kann das Elternhaus sein, der Krieg. Ihr Elternhaus ist unternehmerisch, katholisch und kunstsinnig.
Liberal-katholisch, was etwas anderes ist.
Aber Ihre Sprache ist, wenn Sie von Religion sprechen, schon auch spürbar konservativ.
Ich bin immer rheinisch geblieben. Ich habe von meinem Vater gelernt: das ist die Religion unserer Vorfahren. Ich will auch niemanden katholisch machen. Er hat nie verstanden, wenn jemand konvertiert ist. Man bleibt da, wo man ist. Wenn einer islamische Vorfahren hat, soll er dabei bleiben. Mir sind alle Religionen gleich willkommen.
1986 hatten Sie und Ihre Frau eine Audienz beim Papst. Was hat Ihnen diese Begegnung bedeutet?
Wir sind katholisch und der Papst ist das Oberhaupt unserer Religion. Der polnische Papst hat nicht unerheblich dazu beigetragen, die Herrschaft der Kommunisten-Diktaturen in Mittel- und Osteuropa zu beenden.
Sie haben in Ihrem Text im Katalog der Ausstellung ‘Versuche zu trauern’ von dem Tagebuch Ihres Vaters gesprochen. Ist Ihr Geschichtsbild auch durch dieses persönliche Dokument geprägt?
Natürlich. Mein Vater hat sein Tagebuch über 30 Jahre geführt. Ich habe es ganz gelesen.
Führen Sie Tagebuch?
Ja. Seit 14 Jahren. Kein Tag ohne.
Aus welchem Grund führen Sie Tagebuch? Was gibt Ihnen das?
Im Tagebuch reflektiert der Schreiber. Und Nachdenken über sich und sein Tun ist wichtig.
Haben Sie noch Träume? Ich denke an Ihre Sammlung.
Oh! Uferlos. Ich bin voller Visionen. Meine Phantasie ist nahezu unbegrenzt.
Gibt es noch etwas, was Sie sich wünschen?

Was ist Glück für Sie?
Ich bin mit dem Leben, wie es sich entwickelt hat, mit sehr vielen schwierigen Phasen, zufrieden und würde insofern sagen: ich fühle mich glücklich, was immer das beim Menschen heißt.
Das Gespräch fand am 24. September 1995 anläßlich der Eröffnung der Ausstellung Versuche zu trauern im Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis statt.
lebt in Saarlouis. Studium der Kunstgeschichte, Romanistik und der Klassischen Archäologie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und an der Sorbonne in Paris. Förderung durch ein Stipendium des DAAD für Forschungsaufenthalte in Wien und Paris im Rahmen der Dissertation über Leben und Werk des saarländischen Malers Edgar Jené (1904-84). Freie journalistische Tätigkeiten, AusstellungsBesprechungen, Eröffnungsvorträge zu Ausstellungen, Ausstellungs-Konzeptionen.

Als ich eben, wie manchesmal, in diese schöne Stadt fuhr, sagte mein treuer und jahrelang bewährter Fahrer:"Was ist das doch eine schöne Stadt". Und sie ist es wirklich. Wenn man hierhin kommt und sieht, wie herrlich sich Saarlouis entwickelt hat, dann kann man Sie, die Sie hier wohnen, alle nur herzlich beglückwünschen. Herr Oberbürgermeister, Herr Staatssekretär, meine sehr verehrten Damen und Herren, dieses Museum in Ihrer Stadt ist für meine Frau und mich ein Juwel in der Reihe der Institutionen, die wir initiieren durften, in einem jahrzehntelangen Leben gemeinsamer Aktivitäten für die Bildkunst.Die Ausstellung heißt “Versuche zu trauern". Und sie ist im 50sten Jahr nach dem Ende des 2. Weltkrieges erst in Oberhausen und dann hier zur Anschauung gebracht. Mich hat diese Ausstellung auch heute morgen beim Rundgang vor der Eröffnung wieder ganz ergriffen und gepackt, denn was die Älteren von uns, so wie ich armer Kerl im 2. Weltkrieg erlebt haben und von dem die Jüngeren nur vom Hörensagen etwas wissen, Gott sei Dank, ‐ der 2. Weltkrieg war sicher nur ein Ereignis unter einer historisch unendlichen Kette. Gewalt, Leid, Tod sind Teil des menschlichen Lebens.In der Bibel können Sie lesen, daß das Menschenpaar, das Gott geschaffen hat, zwei Söhne auf die Welt brachte, von denen einer den anderen totschlug. Kain hat Abel umgebracht. Damit beginnt unsere Geschichte als Menschen auf dieser Welt. Da liegt eine Wahrheit und Erkenntnis drin. Es ist nicht so, daß Gewalt und Entsetzliches nur zu einer bestimmten Zeit geschehen wäre oder von bestimmten Menschen, nein, nein, leider ist es Teil der Menschennatur. Und wenn Sie dieses Bild vor sich sehen, das ein damals in der DDR lebender Künstler, Arno Rink, komponiert hat, dann sehen Sie die Gesellschaft.Das Bild heißt “Italienische Begegnung”. Vorne zwei sich zur Schau stellende, dahinter Menschen, die die Zeitung lesen, darunter andere Teile der heutigen italienischen Gesellschaft, ein Denkmal, wie es deren in Italien viele gibt, und das Kreuz Christi. Es ist nicht nur gemeint, daß Gott, der Sohn Gottes im Leben ist, sondern gemeint, daß Unrecht, Gewalt, Leid, Tod zum Leben gehören. Ich weiß nicht, ob uns allen in einer säkularisierten Welt, in der das Christentum ferner rückt, noch klar ist, was das eigentlich heißt. Der Herrgott, von dem die Christen glauben, daß er die Welt erschaffen hat, schickt seinen Sohn auf diese Welt als Mensch. Und was tun die Menschen mit ihm, sie kreuzigen ihn, sie bringen ihn schmachvoll in krimineller Weise um und er muß alles erleiden, was ein Mensch nur erleiden kann. Ein furchtbarer Todeskampf, der in der Bibel beschrieben ist, Christus schreit auf vor Verzweiflung, obwohl er der Sohn Gottes ist.Und damit kommt eine Menschlichkeit in diese Religion, die die wundervollen anderen Religionen der Menschen, der Buddhismus oder auch der Islam, in dieser Form einer äußersten Einbindung von Elend und Unglück im menschlichen Leben nicht kennen. Das ist etwas, was das Christentum herausragen läßt. Hier sehen Sie mittelalterlich zwei Schächer, den guten und den bösen, die neben Christus den Tod am Kreuz erleiden. Sie sehen eine Kreuzigungsgruppe aus dem Diözesanmuseum in Trier, die herrlich in den Farben funkelt, aber eben ein schreckliches Geschehen darstellt. Sie sehen dort weiter hinten zwei Bilder von Dali, dem großen spanischen Künstler unseres Jahrhunderts, in dem oben Christus sich herabbeugt zur Magdalena, dieser großen Sünderin.Und als man ihn fragte, wie kannst Du diese Sünderin in Schutz nehmen, die so schwere moralische Schuld auf sich geladen hat, hat Christus, der Sohn Gottes, geantwortet: “Wer von Euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein”. Ich wünschte, in unserer Gesellschaft würden sich die Moralapostel, deren wir überreichlich verfügen, auch klarmachen, wenn sie Beschuldigungen erheben, ob sie wirklich das Recht haben, den ersten Stein zu heben. Ob sie alle, die so leicht anklagen, selbst ohne Schuld sind? Die Bibel jedenfalls lehrt uns, daß der Sohn Gottes uns sagt: “Wir sind nicht ohne Schuld”.Darunter ist dann ein Bild, das Dali ‐ eine Zeichnung ‐ 1942 gemacht hat, in Paris, wo der Kriegsverwundete vor dem Arc de Triomphe steht, mit seinen Wundern und seinen Orden und auf einem Bein humpelt, als eben ein Beispiel des Elends, nicht nur im 2. Weltkrieg, in jedem Krieg. Und so blickt diese Ausstellung über viele Jahrhunderte. Sie beginnt in der Antike, zeigt den geschundenen Menschen in der Antike, dem die Haut abgezogen wird. Sie geht in ferne Kulturbereiche der präkolumbischen Kunst, also der Kunst in Amerika, bevor Kolumbus diesen Kontinent entdeckt hat, wo es eine Hochkultur gab, die die Europäer, nachdem sie dort gelandet waren, mit Stumpf und Stiel vernichteten. Und was wir heute von präkolumbischer Kunst kennen, mußte eben wieder mühsam aus der Erde ausgegraben werden. Da sehen Sie den leidenden Menschen, den gefesselten, den angebundenen Gefangenen, der zu Tode gebracht wird. Sie sehen in Europa über Jahrhunderte hin Themen des Leidens, Themen der Gewalt, hier im Nebenraum Bilder des zerstörten Dresden. Sie sehen Bilder vom Auschwitz.Sie sehen aber auch auf der jenseitigen Wand dieses Raumes ein einfaches, junges amerikanisches Paar, zwei Farbige auf einer Bank sitzend. Sie sehen dort ein Bild von dem großen amerikanischen Künstler Roy Lichtenstein, wo ein Mädchen Tränen vergießt, weil ihre Liebe unglücklich ist. Also, Verbindung von menschlich Schlichtem zu großem Geschehen über Jahrhunderte und Jahrtausende hin und über viele Kulturen.Das macht diese Ausstellung für mich so wunderbar. Wunderbar, weil eben nicht nur eine Situation geschildert wird, daß nun, was alles die bösen Deutschen getan haben, oder die bösen Amerikaner, die immerhin als erste auf der Welt ohne eine Sekunde zu zögern, die Atombombe, die niemand mehr seither benutzt hat, gleich zweimal eingesetzt haben in Japan, weil es ihnen nützlich erschien ‐. Wir sind nicht die einzigen Kriegsverbrecher auf dieser Welt.Es gibt, seit der 2. Weltkrieg zu Ende ist, keinen Tag auf dieser Welt ohne Krieg, keinen Tag seit Hitlers Selbstmord 1945. Also offensichtlich muß der Bogen doch etwas größer gespannt werden, wenn man an Geschichte denkt. Nein, in dieser Ausstellung wird keiner angeklagt. In dieser Ausstellung wird nicht jemand reingewaschen. In dieser Ausstellung wird nicht die Geschichte als das Ergebnis von einem oder mehreren Verbrechern einer bestimmten Zeit geschildert, sondern als etwas Schlimmes, das uns alle immer wieder bedroht. Die Gewalt, die außen passiert, ist ja erst in uns.Und, meine Damen und Herren, die größten Denker der Menschheit haben immer um das Problem gewußt, daß der Mensch von Natur aus einige schlimme Eigenschaften, sagen wir es deutlich, die eines Raubtieres ‐ die wir auch sind ‐ mitbekommen hat. Das hat damit zu tun, daß er leben will. Dann frißt er eben andere auf, wie alle Raubtiere dies tun, und daß Kultur, Erziehung und nicht zuletzt Religion dazu dient, diese Triebe zu kanalisieren und ein zivilisiertes Leben der Menschen auf diesem Erdball zu ermöglichen.Noch einmal: diese Ausstellung ist deswegen so großartig, weil sie auch nicht die Unterscheidung trifft zwischen alter und neuer Kunst. Was heißt das, meine Damen und Herren? Was heute brandaktuell ist, ist morgen Teil eines historischen Prozesses. Da ich nun, wie wir eben gehört haben, älter geworden bin und seit Jahrzehnten Kunstgeschichte an der Universität Köln als Honorarprofessor ‐ wenn auch selten, aber doch regelmäßig ‐ lehre, weiß ich, daß Kunst, die meine Frau und ich vor 35 Jahren als brandneu, als entsetzlich umstritten, als beschimpft und begeifert gekauft haben, heute im Museum hängt und die Studenten, denen ich sie zeige, sind nicht nur nicht aufgeregt, für sie ist das Teil eines Prozesses, der ja vor ihrer eigenen Geburt schon stattgefunden hat.Also, aktuelle Kunst wird geschichtliche Kunst. Und diese Ausstellung zeigt das. Und ich finde das auch so schön, daß eben in diesem Museum, das ja nun wirklich in beachtlicher Weise zeitgenössische, aktuelle, ganz neue Kunst gezeigt hat, nun einmal ein Bogen geschlagen wird über viele Zeiten.Und daß dieser Bogen geschlagen wird, ist zu danken Prof. Pachnicke, der hier sitzt, der heute mit seinem Kollegen, Herrn Mensch, die Galerie in Oberhausen betreut, das Konzept entwickelt hat, das auch für mich neu und eine große Überraschung, aber auch - wie gesagt ‐ eine ganz besondere Freude war und ist. Ein Konzept, das eigentlich immer in meinem Denken Platz hatte, das ich aber nie so verwirklicht gesehen habe.Mein Denken ist, daß Kunst, seit es Menschen gibt, da ist. Das erste, was wir vom Menschen wissen, ist die Kunst. Er hat seine Höhlen ausgemalt. Er hat die Knochen geschnitzt von den Tieren, die er erlegt hat und deren Fleisch er aß und in deren Felle er sich gekleidet hat. Kunst ist am Anfang. Wir haben keine früheren Zeugnisse. Bei den allerersten Menschen ‐ wissen wir heute ‐ wurden Farbspuren bei den Skeletten entdeckt. Sie haben sich also bemalt, sie haben sich geschminkt, wohl aus rituellen Gründen, aus Gründen der versuchten Zauberei, der Beschwörung höherer Mächte, des Jagdglücks. Was immer dahinter stehen mag, das wissen wir nicht mehr, weil es keine schriftlichen Dokumente gibt. Mich hat das interessiert als Student. Damals heimgekehrt aus amerikanischer Gefangenschaft, die grauenvoll war, das kann ich Ihnen wirklich versichern, grauenvoll, wo jeden Tag unendlich viele Menschen umgekommen sind, nach Kreuznach, einem der schlimmsten Lager nach dem 2. Krieg, habe ich begonnen, Kunstgeschichte zu studieren und Philosophie aus einem einzigen Grund: um zu versuchen zu verstehen, was in dieser Welt, die ich als Junge miterlebt habe ‐ ich war 19 Jahre, als der Krieg zu Ende war ‐ um das zu verstehen. Und ich habe von vornherein die älteste Kunst ebenso einbezogen, wie die zeitgenössische Kunst, die antike Kunst ebenso wie die mittelalterliche, aber auch die Kunst außerhalb Europas. Und davon wird hier etwas anschaulich.Und ich bin Herrn Pachnicke sehr sehr dankbar und möchte Sie, lieber Herr Pachnicke, auch hier noch einmal ganz nachdrücklich zu diesem großartigen Konzept beglückwünschen. Ich habe so viele Ausstellungen und Erinnerungsveranstaltungen an das 50jährige Ende des 2. Weltkrieges erlebt. In aller Offenheit, meine Damen und Herren, es ist die einzige, die mich tief aufgeregt hat. Ich kann diese platten Sonntagsreden nicht mehr hören, wo alles so einfach ist, hier haben wir die Bösen, hier haben wir die Guten. Alles Böse haben natürlich die Deutschen getan, alles Gute nur die anderen. Es ist einfach absurd, wer das miterlebt hat. Ich hab‘s miterlebt, leidvoll miterlebt. Nein, hier wird der Bogen richtig gezogen. Nichts soll vertuscht, nichts soll unter den Teppich gekehrt werden. Nur ja nicht.Sie finden hier die Fotos von Auschwitz und von anderen. Aber das ist nicht der 2. Weltkrieg. Der 2. Weltkrieg hat auch in Ostasien stattgefunden, wo es nicht einen einzigen Deutschen gab, der daran schuld gewesen wäre. Und der begann in Ostasien bereits 1937, der 2. Weltkrieg, und endete dann auch ein halbes Jahr später als der in Europa. Also, ich will hier nicht zu viel sagen, nur eines: Diese Ausstellung, meine Damen und Herren, ist ein Ereignis. Sie sollten sich die Kunstwerke verinnerlichen, und es sind ausnahmslos ‐ auch das ist Herrn Pachnicke zu verdanken ‐ herausragende Kunstwerke, wundervoll die Druckgrafik des großen Spaniers Goya über die Schrecken des Krieges zu seinen Lebzeiten um 1800 (Krieg ‐ wie gesagt), die Gefangenen aus Präkolumbien aus dem 8. Jahrhundert nach Christus, der Geschundene in der Antike, das ist unser Leben. Angehen sollten wir gegen die Verwilderung, uns engagieren gegen den Einsatz von Gewalt, wo immer und wie immer. Und wir sollten in dieser Ausstellung etwas lernen von der tiefen menschlichen Natur, auch über Liebe, die in uns genauso eingegeben ist ‐ um Gottes Willen, der Mensch ist nicht ein übles schreckliches Raubtier, auch die Raubtiere haben eine große Liebe zu ihren Familien und untereinander, zur Herde, zur Gruppe, wie auch immer. Nein, nein, so einfach ist es nun wirklich nicht. Ich bin gerne Mensch, wie wir alle, und freue mich des Lebens und lasse mir das nicht schlecht machen. Das ist es nicht. Aber es gehört eben als ein Teil des Lebens dazu. Wir sollten auch etwas hier mitbekommen, vielleicht von den Tröstungen, die der Mensch sich verschafft über seine religiösen Vorstellungen. Bei uns ist das Christentum; aber ich finde genauso großartig die religiösen Vorstellungen, die die Buddhisten oder die Mohammedaner entwickelt haben. Das alles ist der Mensch in Jahrhunderten und Jahrtausenden. Und daß davon etwas hier komprimiert in herausragenden Kunstwerken anschaulich wird, ist für mich eine Beglückung und ich hoffe, meine Damen und Herren, ein wenig auch für Sie, und ich danke, daß Sie so zahlreich hier sind. Danke.
Tonband-Mitschrift der frei gehaltenen Rede
Jo Enzweiler Redaktion: Dr. Claudia Maas Gestaltung: Johannes Fox Fotos: Monika Bugs, Saarlouis (S. 9, 21 o., 27, 28), Guido Mangold, Ottobrunn (S. 21 u.), Fotostudio Schoenen & Jünger, Aachen (S. 6), Sven Simon, Bonn (S. 23), Gudrun Stockinger, Köln (S. 25), Dietlinde Stroh,Saarbrücken (S. 4, 12, 14, 18, 29) Wenn nicht anders angegeben, liegt das Copyright bei der Ludwig Stiftung für Kunst und internationale Verständigung GmbH Aachen..Die Druckvorlagen der Abbildungen auf Seite 6, 7, 10, 16, 20, 21, 23, 25 wurden freundlicherweise von der Ludwig Stiftung für Kunst und internationale Verständigung GmbH Aachen zur Verfügung gestellt, die Mitschrift der Rede vom Kulturamt der Stadt Saarlouis..Wir danken Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Ludwig und Dr. Petra Kühner, Ludwig Stiftung Aachen für ihre Unterstützung..© Monika Bugs und Institut für aktuelle Kunst im Saarland AuflageKrüger Druck und Verlag GmbH, Dillingen Verlag: St. Johann, Saarbrücken ISBN: 3-928 596-22-5 Saarbrücken 1995.Institut für aktuelle Kunst im Saarland an der Hochschule der Bildenden Künste