Schon früh experimentierte er mit der Fotografie. Und so lassen seine Bilder den Betrachter auf den ersten Blick im Unklaren darüber, ob es sich um Fotografien oder Malerei handelt. Was nämlich wie fotografierte Wirklichkeit erscheint, erweist sich bei genauerem Hinsehen als gemalt.
Von der Rockmusik und Walt Disney mehr beeinflusst als von Mozart oder Leonardo da Vinci, hatte er die gestalterische Energie der Fotografie, des Rock ’n’ Roll und des Comic Strips als elementare Kunstform des 20. Jahrhunderts in sich aufgenommen. So hat sich auch in den letzten Jahren zwischen ihm und dem amerikanischen Rockmusiker und Performancekünstler Marilyn Manson eine kongeniale Zusammenarbeit entwickelt. Mit mehreren Manson-Darstellungen ist Helnwein in der Ausstellung vertreten. Auch Donald Duck hat hier seinen Platz.
Und Porträts bedeutender Persönlichkeiten – von Arno Becker bis Andy Warhol und Willy Brandt.Wer die Ausstellungsräume im Wilhelm-Busch-Museum betritt, stößt aber erst einmal auf zwei unberührte irische Landschaften in einem Längenmaß von etwas über fünf Metern. Es sind Arbeiten, die erst im letzten Jahr entstanden sind.
Mit den knapp 60 großformatigen Gemälden, Handzeichnungen und digitalen Fotografien (die meisten dieser Bilder waren bisher noch nicht in Deutschland ausgestellt) ist der provokante Künstler bis zum 12. Juni vertreten.Gespräche über diese Ausstellung werden auch geführt. Das erste am Sonntag, 24. April, ab 18 Uhr mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer.
Geöffnet dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. CS