Schönes und Dunkles gehörten zusammen, sagte Vollmer mit Blick auf die häufig schockierenden Arbeiten Helnweins. Der Künstler bewege den Betrachter mit seinen Werken, die auch handwerklich meisterhaft seien. Helnwein gilt seit den 70er Jahren als Meister des Fotorealismus und sorgt mit seinen provokanten und provozierenden Werken regelmäßig für Diskussionen.
Im Zentrum der Ausstellung, die bis 2. Oktober dauert, stehen Kinder als Opfer, die entgegen des Titels nicht schön, sondern verletzt und gedemütigt sind. Durch seine schockierende Darstellungsweise zerstöre er lieb gewonnene Klischees von der glücklichen Kindheit und hinterfrage die Grundsätze der Gesellschaft, erläuterten die Ausstellungsmacher. So findet sich beispielsweise die Madonna mit Kind inmitten einer Riege von SS-Schergen, womit Fragen nach Schuld und Unschuld neu gestellt werden.
Erste Station der Schau in Deutschland war Hannover. Die Öffnungszeiten der Galerie Ludwig in Schloss Oberhausen sind dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.