Rollig sprach von einem "Coup mit reicher Beute": Die Kunst von Helnwein habe man "in dieser Fülle und Reichhaltigkeit" in seinem Heimatland seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Die Auswahl der gezeigten Werke deckt alle Schaffensperioden des Künstlers, der laut Rollig im "kollektiven Gedächtnis von Österreich" gespeichert sei, von den siebziger Jahren bis 2005 ab.
Der Schwerpunkt liegt bei großformatigen Werken, die u.a. den Musiker Marilyn Manson zeigen, und nach Auskunft des Lentos noch nie in Österreich zu sehen waren. Auch die für Helnwein typischen Selbstporträts sind ausgestellt. Frühe Bilder mit bandagierten Körpern und Gesichtern sind genauso zu sehen wie jüngste Arbeiten, die die Ikonographie des Nationalsozialismus zum Inhalt haben.
Es sei ihm möglich, seine Werke "endlich im richtigen Licht zu sehen", betonte Helnwein, der vom "besten, das ich je gesehen habe" sprach und die Architektur des Lentos lobte. Er hätte seine Bilder auch in Wien ausstellen können, habe sich aber für Linz entschieden. Die Wiener müssten sich nun "ein bisschen anstrengen", um die Schau besuchen zu können, so Helnwein. Insgesamt 40 Bilder werden täglich außer Dienstag von 10.00 bis 18.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 22.00 Uhr gezeigt. (APA)