Es zeugt von untragbarer organisatorischer Kurzsichtigkeit, wenn sich Lentos-Chefin Stella Rollig nicht großzügig auf Helnwein konzentriert, sondern parallel eine (für sich ja durchaus reizvolle) Kelim-Ausstellung zeigt.
Es zeugt von wenig Sensibilität für den Platzbedarf von Großformaten, wenn sich fast vierzig Bilder mit einer derart massiven Ausstrahlung nicht auf mehrere Räume aufteilen können.
Es zeugt von wenig Gespür für adäquate Umsetzung, wenn Lentos-Chefin Rollig Künstler Helnwein zwar dafür dankt, dass er dem Lentos einen "Coup" ermöglicht, sie dessen Rahmenbedingungen aber gleichzeitig beschneidet.
Helnwein lobte Rollig für ihr Kunst-Engagement als "Fels in der Brandung". Dazu ist zu sagen: Die Unbeweglichkeit von Felsen ist angesichts der sich ständig verändernden Anforderungen von Kunst nicht immer ein Vorteil ...
Ein Raum ist viel zu wenig für Helnweins Bilder
OÖnachrichten vom 09.03.2006