Es dominieren großformatige Porträts, als Leitmotiv verbindet das Sujet des menschlichen Gesichtes die unterschiedlichen Schaffensperioden Helnweins. Schock-Rocker Marilyn Manson, ein Freund des Künstlers, trägt eine Kappe mit Mickey-Mouse-Ohren. Gequälte Wesen, oft Kinder oder Figuren aus der Comicwelt, stehen machtlos einer dunklen, feindseligen Welt gegenüber.
Mit solchen Darstellungen, ausgeführt in hyperrealistischer Manier und mit flächiger, unheimlich wirkender Farbgebung in blau-schwarzen Schattierungen irritierte Helnwein als junger Künstler seine Heimat Österreich. Die Ausstellung will mit dem Abstand von mehr als 20 Jahren nun den Blick weg von der provokativen Wirkung lenken.
Die frühen Gemälde Helnweins werden ergänzt durch Arbeiten, die nach seinem Weggang aus Wien in Los Angeles entstanden sind. Mit neuen Techniken und unter Verwendung neuer Medien wie digitaler Fotografie und Video Arbeit entwickelte der Künstler sein Werk kontinuierlich weiter. Als bleibendes Element stellt die Schau die Lust Helnweins am Spiel mit Masken, Popkultur und Rollenspielen heraus.