April 1st, 2006
www.blog.de
Die wunderschönen Bilder des Östereichers Gottfried Helnwein
Rotwang
Mit "The Golden Age of Grotesque" läutete Manson eine neue Ära seines Schaffens ein und gibt sich persönlich zugleich offener und dennoch geheimnisvoller als je zuvor. Die wunderschönen Bilder des Östereichers Gottfried Helnwein halten diese Neu-Definition auch visuell fest und der Kurzfilm "Doppelherz", welcher der SE von "The Golden Age.." beiliegt, manifestiert seinen Wandel in einem höchst surrealem und verstörenden Stückchen Film, dass äußerst intelligent mit seinem Image und mit der Thematik des burlesk-grotesken Vaudeville spielt.

Rotwangs Blog - Geständnisse eines Cineasten

Über mich sagte einst ein "gelehrter" Mann: "Sie verwechseln Anstand und Sittlichkeit mit Kleingeistigkeit, weil ihnen die Begriffe unbekannt sind. Deshalb erübrigt sich in Zukunft ein Dialog, sie eingebildeter Sexualpinsel." - Lesen Sie deshalb hier exklusiv in den Rezensionen, Gedanken zum Leben und Erlebnissen eines eingebildeten ("Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz") und unanständigen, ja gar unsittlichen Sexualpinsel-Semi-Profi-Cineasten! Möge das Vergnügen mit Ihnen sein...

Powered by www.blog.deEintrag-Details: Ausgekramt..Ausgekramt..von Rotwang @ 31. Mär 2006 - 20:09:57

Angeregt durch die ersten Bilder von Mansons neuem Film Phantasmagoria, die man z.B. hier sehen kann, hab ich mal angefangen die CDs des Herrn Brian Warner hervorzukramen. Meine Reise werde ich rückwärts gestalten, d.h. ich fange mit dem letzten offiziellen Studio-Album an und ende mit dem Ersten. "The Golden Age of Grotesque" aus dem Jahr 2003 ist genau das, was der Titel verspricht. Eine sehr groteske Reise durch die Abgründe einer modernen Burleske, sozusagen die moderne Fassung einer bösen Version des "Moulin Rouge", textlich immer noch bitter und böse, geprägt von Versatzstücken der Variete-Kunst der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Vom Stil her deutlich anders als die Vorgänger, mit mehr experimenteller Neugierde und weniger Reminiszenz an die dreckige Rockmusik der frühen 90er ist Manson mit diesem Album zwar kein Meisterwerk, aber immerhin ein solides und gutes Album gelungen. Vor allem hat er sich damit endügltig losgelöst von der Kunstfigur "Omega", deren Aufstieg in die Weihen der Prominenz er in "Mechanical Animals" so eindrucksvoll beschrieb und deren Gang durch die Hölle er in "Holy Wood" so treffend darstellte. Mit "The golden Age of Grotesque" läutete Manson eine neue Ära seines Schaffens ein und gibt sich persönlich zugleich offener und dennoch geheimnisvoller als je zuvor. Die wunderschönen Bilder des Östereichers Gottfried Helnwein halten diese Neu-Definition auch visuell fest und der Kurzfilm "Doppelherz", welcher der SE von "The golden Age.." beiliegt, manifestiert seinen Wandel in einem höchst surrealem und verstörenden Stückchen Film, dass äußerst intelligent mit seinem Image und mit der Thematik des burlesk-grotesken Vaudeville spielt. Dass er es mit dieser Thematik durchaus ernst meint, beweist seine Hochzeit mit Dita von Tesse, einem lasziven Pin-Up-Girl, welches einem manchmal die Reinkarnation einer Vaudeville-Darstellerin zu sein scheint.http://img381.imageshack.us/img381/9864/ditafree0634kg.th.jpgGelungen war im Übrigen auch die Tour, die sich an dieses Album anschloss und die in ihrer Inszenierung nichts mehr gemein hatte mit den Rockshows des früheren Herrn Manson, sondern die extremes und groteskes Theater auf hohem Niveau präsentierte.http://img445.imageshack.us/img445/2165/thaeter046es.jpgHoffen wir mal, dass "Phantasmagoria" nicht mehr lange auf sich warten lässt..