May 15th, 2006
Christian Brandstätter Verlag
Christian Brandstätter Verlag - Herbst 2006
Cover - Image from the Video "Das Paradies und die Peri", published in "Face it", Gottfried Helnwein, one man show Lentos Museum of Modern Art Linz
Christian Brandstätter Verlag

GOTTFRIED HELNWEIN: FACE IT

Helnwein – 1948 in Wien geboren und nach Jahren in Deutschland heute in Los Angeles und Irland ansässig – ist nach wie vor als „Provokateur“ und „Schockkünstler“ im Bewusstsein, als der er sich vor einem Vierteljahrhundert etabliert hat. Der Name Helnwein stand damals für hyperrealistische Darstellungen verletzter und verunstalteter Menschen, oft Kinder, sowie für Bildzitate aus der Populärkultur.Die Darstellung des Kindes ist das zentrale Thema seiner Arbeit geblieben. Er verwendet unterschiedlichste Techniken und Stilmittel, neben der Zeichnung, Aquarell- und Ölmalerei und verschiedenen Misch-Techniken ist – seit den 80er-Jahren – vor allem die Fotografie sein wichtigstes Medium, oft in Verbindung mit Performance-Arbeiten. Seit den 90er-Jahren konzentriert er sich auf digitale Fotografie und großformatige Installationen im öffentlichen Raum, zumeist mit sozialem oder gesellschaftspolitischem Anliegen. Ab Ende der 90er-Jahre beginnt er auch Videos in seine Arbeit miteinzubeziehen.

Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft

Mit Essays von Thomas Edlinger, Stella Rollig und der israelischen Schriftstellerin Nava Semel.224 Seiten, 150 Farbabbildungen, Gebunden.ISBN 3-902510-39-0Christian Brandstätter VerlagWien - MünchenChristian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co KGWickenburggasse 261080 WienT +43-(01)-512 15 43-0F +43-(01)-512 15 43-231E info@cbv.at

Gottfried Helnwein beginnt im Jahre 1969 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er wird Meisterschüler in der Klasse von Rudolf Hausner, einem der bedeutendsten Vertreter der Bewegung "Phantastischer Realismus", und erhält 1970 den Meisterschulpreis. Es folgen der Kardinal-König-Preis (1971) und der Theodor-Körner-Preis (1974). Die für Hausner typische technische Brillanz hat starken Einfluss auf die Arbeit Helnweins. So entstehen bereits während seiner Studienzeit die ersten hyperrealistischen Gemälde von verwundeten und gequälten Kindern.
Helnweins Aktionen und Ausstellungen provozieren und rufen immer wieder Stürme der Ablehnung hervor. Eine Ausstellung muss sogar wegen heftiger Proteste wieder abgebrochen werden - Begebenheiten, die an das Unverständnis erinnern, das Malern wie Schiele oder Munch zu Lebzeiten entgegengebracht worden ist.
Gottfried Helnwein: Face it
Mit Essays von Thomas Edlinger, Stella Rolling und der israelischen Schriftstellerin Nava Semel. — 224 Seiten, 150 Farbabbildungen, Gebunden.
"Face it", Gottfried Helnwein
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