January 1st, 2007
ORF
Donald Duck in Krems
Carl Barks, dem Vater von Donald Duck, ist eine große Retrospektive im Karikaturmuseum in Krems gewidmet. Die Schau "Donald Duck... und die Ente ist Mensch geworden" findet von 25.März bis 4.November statt.
Das zeichnerische und poetische Werk von Carl Barks wurde von dem Künstler Gottfried Helnwein und dem Karikaturisten Manfred Deix zusammengestellt. Barks Arbeiten werden erstmals in dieser umfassenden Form in Österreich gezeigt. "Donald Duck in den Cartoons wie die Unglücklichen in der Realität erhalten ihre Prügel, damit der Zuschauer sich an die eigenen gewöhnen kann", zitiert Helnwein den Philosophen Theodor W. Adorno.

Die von Helnwein konzipierte Retrospektive wurde bereits von 1994 bis 1997 in zehn europäischen Museen gezeigt, 400.000 Menschen haben Barks Werk gesehen.Gemeinsam mit Manfred Deix stellte Helnwein die Ausstellung für das Karikaturmuseum Krems neu zusammen. Die rund 250 Werke sind Leihgaben aus internationalen Privatsammlungen und beinhalten auch äußerst seltene und wertvolle originale Comicseiten von Carl Barks, vorbereitende Skizzen, persönliche Briefe, Manuskripte, Texte sowie Barks Arbeitstisch. Weiters sind seltene Publikationen, Erstausgaben von Comic-Heften, frühe Donald-Skulpturen, Kuriositäten und Arbeiten weiterer wichtiger Disney-Zeichner zu sehen.

Übersetzerin Erika Fuchs

Neben der Dokumentation der Tätigkeit von Erika Fuchs, der deutschen Übersetzerin des Amerikaners, stellt Barks Wirkungsgeschichte einen Schwerpunkt der Ausstellung dar. Vor allem sein maßgeblicher Einfluss auf Künstler wie die Popart-Protagonisten Roy Lichtenstein und Andy Warhol, aber auch auf Zeichner wie Robert Crumb, Deix und Helnwein oder Regisseure wie Steven Spielberg und George Lucas wird beleuchtet.

Informationen

" Donald Duck...und die Ente ist Mensch geworden - Das zeichnerische und poetische Werk von Carl Barks"Karikaturmuseum Krems25. März bis 4. November 2007täglich 10.00 bis 18.00 Uhr.