Das "art.genossen"-Porträt präsentiert den in Wien-Favoriten aufgewachsenen Helnwein als interessanten, radikalen Menschen. Und nachdem für hiesige Verhältnisse ein ausführliches Kennenlernen künstlerischer Schaffenswelten nichts ist, womit der regelmäßige TV-Konsument übersättigt wäre, sind die Montagsporträts generell freudvolle Termine.
Leider aber ist die ORF-Kulturschiene - sowohl in der Wahl der Themen als auch in deren inhaltlicher Bewertung - nach wie vor in Gefahr, erweitertes Feld der Österreich Werbung zu sein. So auch hier: Die lobpreisende Würdigung Helnweins als Hollywood-Intimus und Besitzer eines Landsitzes in Irland hätte auch kritischere Einordnungen vertragen. Die Qualität der Präsentation wird letzten Endes dem Inhalt nicht gerecht.
Außerdem könnte man - wie schon zuvor in den Beiträgen des Kulturmagazins "lebens.art" - auf ein paar Floskeln verzichten: Wer will oder kann noch hören, dass Künstler "Verborgenes sichtbar machen"?
(pum/DER STANDARD; Printausgabe, 2.5.2007)

"...im übrigen bin ich der meinung dass helnwein viel zu selten im fernsehen ist. sicher einer der klügsten künstler."
harimayer02.05.2007 10:38
Zarathustra02.05.2007 10:57.Ein Meister......der es schafft Destruktives und Hässliches ästhetisch umzusetzen und die Faszination am Morbiden zu erwecken...kein Scharlatan und von der High Society überbewerteter "Künstler" wie Nitsch, Kolig und Co.
hawkwind -02.05.2007 18:09.Re: Ein Meister...Ach was,das liegt wohl nur daran, dass er nicht mehr in Österreich wohnt.
Bobby Peru01.05.2007 22:32.Und Scientology wurde etwa GAR NICHT erwähnt?!?
harimayer02.05.2007 10:38.wieso soll das erwähnt werden? sein glauben ist meiner meinung nicht wichtig. mehr ärgerte mich dass er unkommentiert sagen konnte in irland zu sein wegen der landschaft, ohne von den 0 prozent steuern für künstler. aber im übrigen bin ich der meinung dass helnwein viel zu selten im fernsehen ist. sicher einer der klügsten künstler.