Vor 60 Jahren wurde in der Neuen Galerie der Stadt Linz, dem Vorläufer des Lentos, die erste Ausstellung gezeigt. Dieses Jubiläum nahm Lentos-Chefin Stella Rollig zum Anlass, wieder einmal einen Blick in die eigenen Depots zu werfen. So wurden für die Schau „Große Malerei“, die heute im großen Saal des Museums Einzug hält, 21 „großformatige und hochkarätige Exponate“ (Rollig) ausgewählt und nun neu präsentiert.
Sie sollen „den Pluralismus der letzten 50 Jahre“ zeigen: von abstrakten Expressionen der 80er- und 90er-Jahre bis zur figurativen Malerei, etwa des Schweizer Hyperrealisten Franz Gertsch. Ein Schüttbild von Hermann Nitsch findet sich ebenso wie Werke von Otto Mühl, Gunter Damisch oder Otto Zitko.
Prunk- und zugleich größtes Stück ist mit zehn Metern Länge „Rouge sur blanc“ des österreichischen Avantgardisten Markus Prachensky
Neu gestaltet werden heuer auch die sechs Räume der ständigen Präsentation eigener Bestände — mit Künstlern als Kuratoren. Diese hätten laut Rollig meist einen guten Überblick über die Kunstgeschichte, aus einem „sehr pointierten Blickwinkel“. Das dem tatsächlich so ist, belegen die vom Linzer Maler und Filmemacher Dietmar Brehm sowie dem Tiroler Künstlerpaar Franziska und Lois Weinberger gestalteten zwei Räume.
Bis 28. Okt.: tägl. 10—18, Do. 10—21 Uhr.