Helnwein war nicht nur des Themas wegen sofort bereit,diese Ausstellung zu machen. Es fasziniert ihn in gotischen Räumen wie den Sakralräumen der ehemaligen Dominikanerkirche zu arbeiten und die "Freiheit und immense Kraft dieser historischen Gebäude" und ihre riesigen Wände" zu nutzen. Die spirituelle Intensität dieser Räume stellt für ihn eine Chance dar, die es in den "neutralen Räumen eines Museums" niemals gibt.
Allein die Dimension der Architektur verlangt,ihr standzuhalten und ihr auch etwas entgegenzusetzen. Nicht nur die Grösse der präsentierten Werke, die sich in Dimensionen bis zu sieben mal zwölf Meter bewegen, spielt dabei eine Rolle,sondern auch die Materialien, in denen die steinernen Oberflächen des ehemaligen Kirchenraumes auf die klassischen Mittel der Malerei wie Öl und Acryl, aber auch Medien wie Kunststoff und computergenerierte Bilder treffen. Diese Spannung spiegelt sich sowohl in den Bildern als auch in der Begegnung zwischen dem Raum und den Bildern wieder.
(Dominikanerkirche, Krems, 13.6. - 31.8.99)
