Helnwein zählt zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten deutschsprachigen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde er vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern. In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander, und berührt dabei auch Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte. So wird insbesondere auch das Thema Nationalsozialismus in seinen Werken verarbeitet; Im Zentrum seiner Arbeit steht aber vor allem die Darstellung des Kindes.
Die Textbeiträge von Peter Selz, Alexander Borovsky und Klaus Honnef sind sehr hilfreich für das Verständnis dieses komplexen und komplizierten Werkes des österreichischen Künstlers.Neben den Essays von Peter Gorsen, die sich ja vor allem mit dem Frühwerk Helnweins beschäftigt haben, ist Honnefs Beitrag sicher der beste deutschsprachige Text zum Werk Gottfried Helnweins.Obwohl der Band nun schon 10 Jahre alt ist, halte ich ihn, neben "Face it!", (Lentos Museum/Brandstätter, 2006) immer noch für die beste Helnwein-Monografie.

* Gebundene Ausgabe: 424 Seiten* Verlag: Könemann (Dez. 2001)* Sprache: Englisch* ISBN-10: 3829014481* ISBN-13: 978-3829014489* Größe und/oder Gewicht: 32,8 x 25,6 x 3,8 cm