July 5th, 2004
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Rob was here - Schumannfest in Düsseldorf
aro.
"Ein neues Genre für den Konzertsaal, aber nicht für den Betsaal" nannte Robert Schumann sein Oratorium "Das Paradies und die Peri" (1843), das, einst geschätzt, fast vergessen ist. Das Düsseldorfer Schumannfest möchte das weltliche Weihestück in einer Uraufführung rehabilitieren, die es, inszeniert von dem Tänzer Gregor Seyffert und ausgestattet von Gottfried Helnwein, choreographisch bebildert. Premiere: 9. Juli in der Tonhalle.

Eröffnet wurde die achte Ausgabe des Festivals von András Schiff und dem Chamber Orchestra of Europe mit Werken von Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy. Auf ein Klavier-Recital mit Anna Gourari folgen Konzerte des Trios Julian Rachlin, Mischa Maisky und Itamar Golan, des Quatour Mosaïques, ein Duoabend und ein Workshop mit Lisa Marie Landgraf und Tobias Koch, Jazz mit der WDR Big Band und dem Uri Caine Ensemble, ein Orchesterkonzert mit dem Geiger Renaud Capucon sowie ein Liederabend des Baritons Matthias Goerne. Den Abschluß bilden am 18. Juli Alexander Melnikov am historischen Flügel und das Concerto Köln. Der musikalische Spaziergang "Rob was here" spürt dem Komponisten nach, der in Düsseldorf seine letzten schöpferischen Jahre verbrachte.

Feuilleton Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2004, Nr. 153, S. 32

Das Paradies und die Peri, Oratorio by Robert Schumann