January 1st, 1974
ZDF
Helnweins Sehtest
Heinz Dieckmann
Gottfried Helnwein, Ein Maler sucht sein Publikum
45 Minuten
Metal-aid for smiling
Aktion "Pinocchio 2",

HELNWEINS SEHTEST, Hör zu, 1974

Ein ZDF-Portrait des Künstlers Gottfried Helnwein

Ein Maler sucht sein Publikum, ein Film von Heinz Dieckmann
Er malt zum Beispiel ein Mädchen wie einen florentinischen Engel. Erst wer genauer hinsieht, erkennt, dass es blind ist. Den Wiener Maler Gottfried Helnwein interessieren Bilder nur, wenn sie unmittelbare Publikumsreaktionen provozieren. Das Erlebnis beim Publikum soll nicht ästhetisch, sondern moralisch sein: die Selbsterkenntnis. — Den "Sehtest" machten Schulkinder und Pensionäre, Kellner und Kunstkritiker, Hausfrauen und Tänzerinnen.
Helnwein's Sehtest

Heinz Dieckmann

18.05.1921 – 02.02.2002

Heinz Dieckmann gehörte zu den frühen Rundfunkredakteuren von Radio Saarbrücken.Später arbeitete er fürs Fernsehen, u.a. beim ZDF. Er drehte mehr als hundert Filme, meist über Kunst und Kultur ("Helnweins Sehtest") aus aller Welt. Neben Kunstbüchern (z.B. über M. M. Prechtl, Fritz Aigner) und einem Kinderbuch („Ebeker, der kleine Storch, der zu Fuß gehen mußte“) schrieb er eine Reihe von humoristischen oder satirischen Büchern wie „Achtung vor dem Hund“, „Hetärenkatalog“ oder „Die Kunst, poetisch zu küssen“. Sein wohl bedeutendstes literarisches Werk ist der moderne Schelmenroman „Narrenschaukel“ (1984), eine satirische Darstellung des Medienbetriebs und ein Schlüsselroman über Gustav Regler zugleich.

Stationen im Leben des Autors

• 18.05.1921 in Magdeburg geboren• 1939 Abitur• 1939 bis 1945 Militär• 1946 bis 1947 Studium in Halle• 1947 Saarverlag in Saarbrücken• ab 01.01.1950 Saarländischer Rundfunk• ab 1952 erstes Programm gestaltet mit besonderen Aufgaben bis 1962• ab 1963 freier Mitarbeiter ZDF• ab 1970 fest angestellt bei ZDF• Gestorben am 02.02.2002