
Im öffentlichen Raum soll Verdrängtes ins Bewusstsein der Menschen gelangen. Dass die Umwelt leidet, ist nicht unmittelbar sichtbar. Über die Kunst soll aufgrund der Kraft der Kreation von Helnwein mit den vorbeifahrenden oder -gehenden Menschen kommuniziert werden. "Die Linke Wienzeile ist eine stark befahrene Straße. Es gibt keinen besseren Platz für das Fresko über den Klimaschutz", meint Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann. Die Fläche wurde bereits in der Vergangenheit immer wieder für Werbezwecke verwendet. Sie ist daher recht gut bekannt.
Mitte November beginnen die Arbeiten. Vier Künstlerinnen und Künstler setzen den noch geheimen Entwurf Helnweins um. Es werden dafür 300 Liter Farbe auf eine 250 Quadratmeter große Fläche auftragen.
Mitte der 80er Jahre verließ Schockmaler Gottfried Helnwein Österreich. Er lebt seitdem in Irland und den USA. Zu seinem 60. Geburtstag kehrte er nach Wien zurück und war von den Veränderungen und dem Leben beeindruckt. Der Star möchte nun mehr Zeit in seinem Geburtsland verbringen. Damit würde einer der großen Auslandsösterreicher wieder in seiner Heimat arbeiten. Die Bilder Helnweins hängen in den großen Galerien rund um den Globus und erzielen Preise um 300.000 Euro. In den Werken Helnweins wird oft Politisches auf schmerzliche Art und Weise thematisiert. Das wird auch die Ausgangsposition für seine neueste Kreation in Mariahilf sein.