Neben aktuellen Cartoons ist erstmals unbekanntes und unveröffentlichtes Material des Großmeisters der österreichischen Karikatur zu sehen: frühe Schülerzeichungen, erste Comics für die St. Pöltner Kirchenzeitung, Arbeiten aus der Studienzeit und mehr. Deix Anfänge als Cartoonist in den frühen 70-er Jahren, anschließende öffentliche Aufträge, seine Tätigkeit als Dichter und seine Fernseh- und Buchproduktionen finden breiten Raum. Anhand von Fotos, Briefen und Skizzenmaterial wird auch seiner Tierliebe und seiner Begeisterung für die Beach-Boys nachgegangen. Darüber hinaus kommen persönliche Freunde und Weggefährten zu Wort.
Der gebürtige Niederösterreicher wuchs in St. Pölten und Böheimkirchen auf, wo seine Eltern über 10 Jahre lang ein Gasthaus führten. Das Milieu aus Bauern, Landarbeitern und Arbeitern, das in dem Gasthof verkehrte, und die dort im Rausch ausgetragenen Sozialkonflikte prägten Manfred Deix, der bereits als Kind Karikaturen von den Gästen anfertigte. Sein zeichnerisches Talent brach sich überall Bahn, Deix illustrierte seine Schulhefte und zeichnete Comics nach Art der Jerry Cotton–Hefte.
Ab 1965 besuchte er die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt. Nach fünf Semestern wurde er mit der Begründung der Talentlosigkeit von der Schule verwiesen, gemeinsam mit Gottfried Helnwein, Bernhard Paul und Josef Bramer, denen er bis heute freundschaftlich verbunden ist. Daran anschließend studierte Deix an der Akademie der Bildenden Künste, die er nach vierzehn Semestern ohne Abschluss verließ.