July 24th, 2009
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"Save The World Award 2009" Gala in Zwentendorf
holler /
Der weltbekannte Künstler Gottfried Helnwein gestaltete im Rahmen der Gala eine Installation in Gedenken an Michael Jackson, weitere internationale Persönlichkeiten wie die Friedensnobelpreisträgerin Betty Williams betätigten sich als Laudatoren.

Vor dem Atomkraftwerk Zwentendorf wurden am Freitagabend im Rahmen einer Show, die mit beeindruckenden Einlagen gefüllt war, die "Save the world Awards" in neun verschiedenen Kategorien rund um die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel, humanitäres Engagement u.a. vergeben. Ein nie in Betrieb gegangenes Atomkraftwerk geht um die Welt-als Schauplatz, Kulisse und Bühne. Weltweit können Millionen von Menschen von der Entscheidung Österreichs gegen Atomkraft erfahren, können bewegende Momente vor ihren Bildschirmen miterleben. UND: Vor wenigen Wochen ist in Zwentendorf ein Photovoltaik-Kraftwerk in Betrieb genommen worden.

Nach dem Tod von Michael Jackson ist der Abend ihm gewidmet- Motto "Heal the world". Gleichzeitig ist es auch ein wenig ein Jahrpunkt der Eitelkeiten für manche Promis. Man mag denken was man will, aber es ist trotzdem eine wichtige Botschaft, die Georg Kindel in seine Show verpackt hat. Moderiert wurde die Gala von Hollywood-Star Andie MacDowell, die tapfer im Regen stand.

Einer der Stargäste, die auf Einladung von "World-Awards"-Gründer Georg Kindel nach Zwentendorf gekommen waren, war der Bruder des verstorbenen Popstars Michael Jackson, Jermaine Jackson, der den Preis posthum für Michael entgegennahm.

"Von diesem Ort gehen heute viele Signale aus in die große Welt", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der die rund 2.500 Gäste der Gala als Gastgeber begrüßte. In Zwentendorf werde "ein neuer Weg gegangen", denn statt Atomkraft werde hier die Sonnenkraft genutzt, so Pröll. Der Landeshauptmann: "Heute bitten wir Menschen vor den Vorhang, die Botschafter und Vorbilder sind für Nachhaltigkeit, Vernunft und den sorgsamen Umgang mit unserem Planeten". Ja, sie sind faszinierende Menschen, jeder und jede der Preisträger-Persönlichkeiten mit beeindruckender Aura oder Botschafter der Nachhaltigkeit, des Muts zur Veränderung, oder VertreterInnen von Organisationen, die wirklich die Welt verändern - allen gemeinsam ist: sie setzen sich für die Erhaltung der Erde ein.

Preisträger sind der ehemalige Leichtathlet Carl Lewis für seine "Carl Lewis Foundation für Kinder in Not", Karlheinz Böhm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Not leidenden Menschen in Äthiopien, Vandana Shiva für ihren Kampf für die Rechte der Frauen und der Natur sowie Freda Meissner-Blau als Vorkämpferin der Ökologie-Bewegung. Für die SOS-Kinderdörfer nahm Helmut Kutin den "Save the world Award" entgegen, für die Umweltorganisation "Greenpeace" der globale Klima-Projekt-Leiter, Thomas Henningsen, für "Green Cross International" der Präsident der Organisation Alexander Likhotal und für die "United Nations Millenium Campaign" Renee Ernst und an Jermaine Jackson wurde der Award posthum für seinen verstorbenen Bruder Michael Jackson und dessen humanitäres und karitatives Werk überreicht.

Der weltbekannte Künstler Gottfried Helnwein gestaltete im Rahmen der Gala eine Installation in Gedenken an Michael Jackson, weitere internationale Persönlichkeiten wie die Friedensnobelpreisträgerin Betty Williams betätigten sich als Laudatoren.

Beeeindruckend waren die "Mauergeher- und -geherinnen", die senkrecht die Kraftwerksmauer herunterkamen und dabei sogar noch tanzten, oder auch die Greenpeace-AktivistInnen, die zwischen Schlot und Kraftwerk während der Veranstaltung in luftiger Höhe ihr Transparent für die Energierevolution entrollten.

"Es braucht engagierte Menschen!" so die österreichische Umweltikone und Preisträgerin Freda Meissner-Blau. Damit hat sie absolut recht.

Greenpeace wurde mit einem Preis für seinen globalen Einsatz zum Schutz des Weltklimas ausgezeichnet. "Unter all den Bedrohungen, denen die Menschheit gegenübersteht, ist der Klimawandel wohl die bei Weitem gefährlichste", meint der Leiter der internationalen Klimakampagne der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Thomas Henningsen."Wenn wir jetzt nicht rasch handeln, werden Milliarden von Menschen um Lebensraum und Trinkwasser kämpfen müssen", so der langjährige Greenpeace-Stratege, "und schon das allein wird die Welt ins Chaos stürzen.""Als es um die Rettung der Banken ging, standen binnen weniger Tage international koordinierte Milliarden von Euro zur Verfügung, und Gesetze konnten plötzlich über Nacht beschlossen werden", sagt Henningsen weiter. "Und dabei würde schon das Geld reichen, das Deutschland allein der Hypo Real zur Verfügung gestellt hat, um den Klimaschutz entscheidend voranzutreiben."

Trotz starkem Regen war die Begeisterung der ZuschauerInnen vor Ort bei der "Save the world"-Gala groß. Ihren bewegenden Abschluss fand die Gala mit dem gemeinsam intonierten Lied "We are the world".