Heimat … ist nichts Geographisches. - Greift sich an den Kopf, an die Lippen, auf den Bauch. - Heimat ist an vielen Orten. Hier, in der Wüste, in Paris, auch in Los Angeles fand ich es eigentlich sehr schön. L.A. ist eine unterschätzte Stadt, ich habe dort die schönsten Operninszenierungen gemacht, die ich machen konnte.
Ja. Die Erschaffung Adams in der sixtinischen Kapelle, das hat sich mir schon als Kind eingeprägt. Gott schwebt über ihm, hat seine Hand ausgestreckt zu Adams Hand, aber die Finger berühren sich nicht, sie sind sich nur unglaublich nahe.
Ich habe den Großteil verkauft, weil Maria nach dem Tod sehr hohe Schulden hinterlassen hatte. Ich musste mich von vielen Bildern trennen, aber ich sagte mir, die Schönheit dieser Bilder bleibt ja dennoch bestehen. Sie sind halt jetzt woanders schön. Und ich habe ja noch immer welche.
Natürlich! Spüren Sie nicht ihre Aura? Hier ist alles noch so, wie es immer war. Einmal habe ich ein paar Sachen ins Museum getragen. Aber jetzt sind sie wieder da. Dem Maler Helnwein ist es auf dem Bild hinter mir gelungen, sie richtig einzufangen. Ihren schönen, gütigen Blick. Sie blickt mir jetzt über die Schulter. Helnwein hat auch das Bühnenbild zum "Rosenkavalier" entworfen. Einfach großartig!
Das mache nicht ich, das macht immer das Gegenüber. - Wirft seiner Freundin Iva Mihanovic einen verheißungsvollen Blick zu. - Das entsteht immer durch seinen Betrachter.
Mein Oscar wandert. Und wo meine Golden Globes, meine Bambi, meine Romy sind - keine Ahnung! Ich weiß nur noch, dass Paul Newman traurig war. Er war ja auch nominiert. Nach der Verleihung gingen wir in eine Bar und tranken einen.
Korrekt. Mein Vater sagte: Lerne lieber Griechisch, das kannst du immer brauchen. Englisch nur, um Shakespeare in der Originalfassung zu lesen.
Sie werden lachen: Der Henry Higgins in "My fair Lady". Das war ja nicht geschrieben für jemanden, der nicht singen kann.
Ach, ich hatte so viele schlechte Kritiken. Auch die Kritiken über "Das Urteil von Nürnberg" waren schlecht. Die Kritiker wissen gar nicht, wie viel sie in einem Menschen zerstören.
Ja. Ein Pianospieler kann schlecht Klavier spielen, aber immer noch ein guter Mensch sein. Auch bei einem Maler kann man sagen: er malt schrecklich, aber er ist ein toller Kerl. Als Schauspieler ist man sein eigenes Material. Ich hatte in meinem Leben so viele schlechte Kritiken, dass sich die Leute irgendwann gedacht haben: Na, so schlecht kann der doch gar nicht sein!
Ich will Ihnen was erzählen. Ich war einmal eingeladen in eine Berufsschule für Mädchen. Die Direktorin wollte den Kindern was bieten, die waren in einem richtig knackigen Alter und haben dennoch die ganze Zeit ziemlich viel gegähnt. Erst als mich eines der Mädchen fragte, ob es stimme, dass ich der Taufpate von Angelina Jolie sei, umhüllte mich eine rosa Wolke und trug mich mindestens zehn Meter in den Himmel hinauf. Die Mädchen beteten mich fast an! Jetzt wusste ich, warum ich lebte: Ich hatte Angelina Jolie aus der Taufe gehoben!