
Die heurige Sonderschau im Werner-Berg-Museum Bleiburg/Pliberk ist dem einstigen „Schockmaler“ Gottfried Helnwein gewidmet. Nachdem die Ikone der österreichischen Nachkriegskunst zuvor in den USA eine große Ausstellung hat, wird die Schau „Gottfried Helnwein: Kind – Werner Berg: Kinder“ erst am 20. Mai um 19 Uhr eröffnet.
Nach der Retrospektive in der Wiener Albertina 2013 ist die Helnwein-Ausstellung in Bleiburg die nächste Großausstellung des weltweit anerkannten Künstlers in Österreich, dessen hyperrealistischen Bilder bereits in den 1970er-Jahren die Öffentlichkeit provoziert und verstört haben.
Im Werner-Berg-Museum werden 70 Hauptwerke des Künstlers aus allen seinen Schaffensphasen zum Thema Kind gezeigt – im Kontext mit Schmerz, Verletzung und Gewalt. Zudem werden auch 90 Kinderbildnisse des Künstlers Werner Berg zu sehen sein. „Die Ausstellung im Museum wird auch als raumgreifende Installation Gottfried Helnweins auf dem Bleiburger Hautplatz auf zehn Hausfassaden als großflächig gestaltete Bildträger ihre Erweiterung finden“, sagt Museumsdirektor Arthur Ottowitz.
Die Sonderausstellung des deutschen Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff lockte im Vorjahr 10.500 Besucher nach Bleiburg. Bei der Helnwein-Sonderschau 2017 erwartet sich Ottowitz noch mehr Zulauf: „Helnwein strahlt ja weit über den Kunstbereich hinaus auch in das Gesellschaftliche hinein.“
Sonderschau. „Gottfried Helnwein: Kind – Werner Berg: Kinder“ vom 20. Mai bis 29. Oktober. Eröffnung am 20. Mai um 19 Uhr.Herbstausstellung. „Wege zum Bildwerk“. Dokumentation zum 100. Geburtstag des Kunsttheoretikers Heimo Kuchling. 26. November bis 17. Dezember.Laufend. Werkschau des Künstlers Werner Berg – auf Anfrage Führungen für Gruppen auch jetzt möglich.