„Weitblicke“ mit Gottfried Helnwein
Der Künstler Gottfried Helnwein schöpft seine künstlerische Kraft aus seinem persönlichen Widerstand gegen die Beteiligung seiner Elterngeneration am Dritten Reich. Es sei Aufgabe der Kunst, die Menschen zum Nachdenken und Reflektieren anzuregen, so Helnwein im Interview für die „Heimat Fremde Heimat“-Sendereihe „Weitblicke“. Er stellt seine Kunst in den Dienst von Unterdrückten, gesellschaftlichen Minderheiten und Kindern. Zu be- oder verurteilen sei immer die Handlung und nicht der Mensch, so Gottfried Helnwein im Gespräch mit Sabina Zwitter über Ewiggestrige, Flüchtlinge und seine Kunst.
Am 11. März 2018 gedenkt Österreich des sogenannten „Anschlusses“ an Nazi-Deutschland, der sich an jenem Tag mit dem Rücktritt des damaligen Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg abzeichnete und am 15. März 1938, als 250.000 Menschen am Heldenplatz Adolf Hitler zujubelten, vollzogen war. Doch wie gedenken die jüdischen Österreicher/innen dieses Tags? Čedomira Schlapper hat sich mit Mitgliedern der Jüdischen österreichischen HochschülerInnenschaft (JöH) getroffen, u. a. JöH-Präsident Benjamin Hess, dessen Großmutter das KZ Theresienstadt überlebt hat.