June 5th, 2006
Lentos Museum of Modern Art Linz
FACE IT - Gottfried Helnwein - One man show
Stella Rollig
Director
Museale Werkschau des österreichischen Künstlers.
Erste museale Werkschau des österreichischen Künstlers, der seit Mitte der 1980er Jahre zunächst in Deutschland gelebt hat und heute in Los Angeles und Irland ansässig ist. Die Ausstellung im grossen Saal des Museums zeigt Werke aus allen Schaffensperioden seit den frühen 1970er Jahren. Dabei steht das Thema des menschlichen Gesichts im Mittelpunkt, mit dem Helnwein sich in mehr als drei Jahrzehnten künstlerischer Arbeit auseinander gesetzt hat.In Österreich ist Helnwein nach wie vor als "Provokateur" und "Schockkünstler" im Bewusstsein. Der Name Helnwein stand damals für hyperrealistische Darstellungen verletzter und verunstalteter Menschen, oft Kinder, sowie für Bildzitate aus der Populärkultur. Angesichts der substanziellen Weiterentwicklung seines Werks, verbunden mit neuen Bildfindungen und dem Einsatz neuer Medien (digitale Fotografie, Video) gilt es, dieses Oevre heute umfassend zu betrachten. Dies erscheint nicht zuletzt auch im Kontext eines Booms neuer figurativer Malerei und angesichts des weitgehend durchgesetzten Bezugs auf Medienbilder sowie auf Populärkultur in der jungen Malerei interessant. Mit einem aktualisierten Blick auf Helnweins Bildsujets und seine Produktionsweise ist ein Künstler zu entdecken, der sich in erster Linie moralischen, emanzipatorischen Motiven verpflichtet fühlt und dessen Platz innerhalb der sogenannten "politischen" Kunst in vollem Umfang erst anzuerkennen ist.
Lentos Museum of Modern Art, Linz
Face it
Gottfried Helnwein - one man show Lentos Museum of Contemporary Art
Christian Brandstätter — Verlagsgesellschaft m.b.H.

WORKS

CHILDRENEarly Works 1970-1985: Photography and Actions/Performances, Works on PaperPhotography: Der Untermensch, Modern Sleep, Angels SleepingInstallations: Neunter November Nacht, Modern Sleep, ApokalypseWorks on CanvasTheatre, Stage. Video.SELF-PORTRAITSEarly Works 1970-1985Der Untermensch.WOUNDS.MASKSThe Golden Age/MansonRammsteinTheatre/Stage.PORTRAITSFacesFire

Face it

FACE IT - THE EXHIBITION REVIEWS

Summary of reviews and texts

38.000 BESUCHER BEI HELNWEIN IM LENTOS MUSEUM
„Face It“ - ist damit die meistbesuchte Schau eines zeitgenössischen Künstlers im Linzer Kunstmuseum. — 38.000 Besucher lockte die am Pfingstmontag zu Ende gegangene Ausstellung von Gottfried Helnwein in drei Monaten ins Lentos. „Face It“, so deren Titel, ist damit die meistbesuchte Schau eines zeitgenössischen Künstlers im Linzer Kunstmuseum.
I Walk Alone
Face it
Gottfried Helnwein, solo show, Lentos Art Museum, Linz
10. März - 5. Juni 2006

DAS LENTOS MUSEUM OF MODERN ART, LINZ

Das Lentos Kunstmuseum Linz zählt mit seiner internationalen Sammlung zu den wichtigsten Museen moderner Kunst in Österreich. Heute umfasst die Sammlung nahezu 1500 Werke aus den Bereichen Malerei, Skulptur und Objektkunst, zirka 100.000 Arbeiten auf Papier und 1200 Beispiele künstlerischer Photographie.Der Museumsfundus verfügt im Bereich der klassischen Moderne über bedeutende Gemälde von Klimt, Schiele, Kokoschka, Corinth bis Pechstein, die ebenso in der ständigen Sammlung zu sehen sind, wie Werke von Nitsch, Prachensky, Cragg oder Keith Haring.Seit Mai 2004 ist die Wiener Kuratorin, Kritikerin und Journalistin Stella Rollig Direktorin des im Mai 2003 eröffneten Museums an der Donau. In Wechselausstellungen werden sowohl die Sammlungsgegenstände, Kunst der Moderne sowie aktuellste Tendenzen der Kunst vorgestellt.Das 130 Meter lange international vielbeachtete Bauwerk der Zürcher Architekten Weber und Hofer verfügt über rund 8000 Quadratmeter Nutzfläche und liegt direkt an der Donau zwischen Nibelungenbrücke und Brucknerhaus.Sein Erscheinungsbild wird weithin durch eine transparente, nachts attraktiv beleuchtete Glashülle geprägt.

LentosKunstmuseum LinzErnst-Koref-Promenade 14020 Linz

Als Nachfolgeinstitution der Neuen Galerie der Stadt Linz zählt das im Mai 2003 eröffnete Lentos Kunstmuseum Linz zu den wichtigsten Museen moderner und zeitgenössischer Kunst in Österreich.120 bedeutende Kunstwerke aus der Sammlung des Berliner Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt (1888 - 1965), darunter Gemälde und Grafiken von Klimt, Schiele, Kokoschka, Nolde, Corinth und Pechstein, bildeten nach dem 2. Weltkrieg die Basis für die Gründung der Neuen Galerie der Stadt Linz. Aufbauend auf diese Bestände entschloss sich die Stadt Linz zum Betrieb der Neuen Galerie ab 1953 als städtisches Museum mit reger Ausstellungs- und Ankaufstätigkeit.Heute präsentiert sich das Lentos als Museum, das maßgebliche Themen und Positionen der zeitgenössischen Kunstproduktion in Bezug auf die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts präsentiert und vermittelt.Zur Veranschaulichung werden Werke und Schulen der Kunst der Moderne und ihrer Folgen gezeigt, wobei schwerpunktmäßig die eigene Sammlung in spezifischer Auswahl ins Licht gesetzt wird. Ausstellungen mit Leihgaben musealer Kunst des 20. Jhs. ergänzen als regelmäßige Highlights das Programm und vermitteln eine Genealogie der Kunst der Gegenwart.Ein lebendiges Programm an Veranstaltungen, Führungen, Workshops für Kinder und vieles mehr ergänzt die laufenden Ausstellungen.

Architektur des Lentos

Mit einem klaren, schlüssigen Bauwerk der Spitzenklasse, geschaffen von den Zürcher Architekten Weber & Hofer hat Linz im Jahr 2003 ein städtebaulich hervorragend positioniertes Kunstmuseum von internationalem Rang erhalten.Das in seinem Erscheinungsbild von Glas und Sichtbeton geprägte Gebäude ist für die bestmögliche Präsentation von Kunst ausgerichtet.Ein stark an Tageslicht orientiertes Obergeschoss beherbergt auf einer Fläche von 1600 m2 elf Räume, eine großzügig dimensionierte Ausstellungshalle mit rund 800 m2 sowie ein Kunstkabinett und einen Leseraum.Durch die gleichsam aus dem Bau herausgeschnittene, 60 m lange Vorhalle im Freien, den sogenannten "Freiraum", gelangt man im Erdgeschoss in Foyer, Kassen- und Shopbereich, in das Auditorium mit 250 Sitzplätzen und den Saal für Museumspädagogik. An der Westseite des Erdgeschosses befindet sich ein Cafe-Restaurant mit attraktiver Aussichtsterrasse. Im weitläufigen Untergeschoss sind zwei weitere Ausstellungsräume, die Bibliothek, die Depots, Werkstätten und Lagerräume sowie ein Studiensaal für Grafik untergebracht.

Künstlerische Leitung

Stella Rollig, Direktorin

Öffnungszeiten:

täglich10:00-18:00 UhrDonnerstag10:00-22:00 UhrFührungen nach Vereinbarung!Standardführungen:Do 19:00 Uhr und So 16:00 UhrDienstag geschlossen!