February 1st, 2007
Grazer Stadtmuseum
WOLFGANG BAUER
Karl Welunschek
Kurator
helnweins gruss an den poeten
Im Grazer Stadtmuseum wird in Kooperation mit dem Literaturhaus Graz bereits jetzt an einer groß angelegten Ausstellung über den Dichter gearbeitet, die im Februar 2007 eröffnet werden soll. Die Schau wird die Handschrift von Theaterregisseur Karl Welunschek tragen, der im Vorjahr auch die inhaltliche Neuausrichtung des Stadtmuseums mitorganisierte.

Die Ausstellungsinstallation Memory XS (wissenschaftliche Leitung: Paul Pechmann) wird sich auch auf diese zahlreich kolportierten Geschichten stützen, die von Freunden und literarischen Weggefährten in eigens aufgezeichneten Interviews zum Besten gegeben werden. Unter ihnen: Klaus Maria Brandauer, Alfred Kolleritsch, Gerhard Roth, Olga Neuwirth, Gottfried Helnwein, Barbara Frischmuth, Gert Jonke, Ulrich Schulenburg, Kurt Palm sowie Sohn Jack Bauer und Witwe Heidi Bauer.

Plakat: Gottfried Helnwein

Die lang erwartete Ausstellung "Memory XS" erzählt weniger über Wolfgang Bauer als über die Erinnerung anderer an ihn. Unter den Erinnerungsspendern: Witwe Heidi und Sohn Jack Bauer, die Künstler Gottfried Helnwein (der auch das Plakat zur Ausstellung gestaltete), Gustav Troger, Peter Weibel und Günter Waldorf und Weggefährten aus dem Literatur- und Theaterbetrieb, wie Alfred Kolleritsch, Klaus Hoffer, Ide Hintze, Kurt Palm, Rosa Pock-Artmann, Gert Jonke und Barbara Frischmuth. Die Installation "Memory XS", für die man – will man alle 36 Protagonisten hören – sechs Stunden benötigt, eröffnet heute, Donnerstag zwischen den vom Bühnenbildner Gerhard Fresacher bemalten Wänden, und ist Teil einer zerrissenen Hommage der Stadt an einen ihrer größten Literaten.