Black Mirror, Self-Portrait
BLACK MIRROR, by Heiner Müller
Published for the exhibition"Der Untermensch" Gottfried Helnwein, Self-portraitsMusée d’Art Moderne, Strasbourg, 1987
Wie hält ein freundlicher Mensch wie Helnwein es aus, seine exzellente - Malerei zum Spiegel der Schrecken des Jahrhunderts zu machen?
Oder hält er es einfach nicht aus, das nicht zu tun? Reflektiert sein Spiegel nur die Jahrhunderthaltung, LIEBER EIN SCHRECKEN OHNE ENDE ALS EIN ENDE MIT SCHRECKEN, die aus der Überbewertung des Todes kommt, Folge seiner Tabuierung durch Statistik. Perseus, der die Gorgo im Spiegel guillotiniert, und wenn der Kopf fällt, ist es der eigene. — Wie viel Köpfe hat ein Mensch / Mann in unserem Zeitalter der Spiegel?
MELANCHOLIE - GENIE UND WAHNSINN IN DER KUNST
Moritz WullenLeiter des Referats für Ausstellungen der der Staatlichen Museen zu BerlinNeue Nationalgalerie, BerlinGaleries nationales du Grand Palais, Paris2006
Die Zurschaustellung des eigenen Körpers als Verwesungsmasse beginnt mit den Selbstporträts von George Grosz als Suizidgestalt im Kaffeehaus und reicht über die wie durch den Fleischwolf gedrehten Konterfeis eines Francis Bacon bis hin zur Leichenfledderei am eigenen Leib bei Günter Brus, Kurt Kren oder Frank Tovey, dem jüngst verstorbenen Enfant terrible der experimentellen New-Wave-Szene der 1980er Jahre. Die Befreiung des melancholischen Bewusstseins durch den Tod bietet keine philosophische Perspektive mehr. Es ist ihm ohnedies schon anheim gefallen. Stattdessen wird der Suizid in einer Performance masochistischer Selbstverstümmelung kultisch sublimiert.
In einer fotografischen Inszenierung Gottfried Helnweins erhebt sich der Künstler, fäulnisschwarz und monumental wie das Mahnmal einer letzen Einsicht: “So ist Verzweiflung, diese Krankheit im Selbst, die Krankheit zum Tode. Der verzweifelte ist todkrank. Der Tod ist nicht das letzte der Krankheit, aber der Tod ist in einem fort das Letzte. Von dieser Krankheit erlöst zu werden durch den Tod ist eine Unmöglichkeit, denn die Krankheit und deren Qual und der Tod ist gerade, nicht sterben zu können.” — So ist die Geschichte der Moderne nicht zuletzt auch eine Erfolgsgeschichte der Melancholie und des Eindringens ihres schwarzen Spuks in die letzten Paradiese des Seins- und Weltvertrauens.

Black Mirror II

Black Mirror I
THE BLACK MIRROR, THE WORLD OF GOTTFRIED HELNWEIN - 黒い鏡 — ゴットフリート・ヘルンヴァインの世界
Toshiharu ItoMIZUE,Tokyo, Japan季刊 夏 SUMMER 1989 No.951伊藤俊治
Gottfried Helnwein's works from the 1980's are represented by the self-portraits in his "Black Mirror" series. However, these works reach far beyond the boundaries of the ordinary self-portrait. They reflect the inner wants and desperation which lies within the viewer's own self. Helnwein points out the new form of the modern self-portrait which involves the creator and viewer alike.

Black Mirror V

Black Mirror VII

Black Mirror IV

Helnwein
HELNWEIN ヘルンバイン写真集 - The photographic Self-Portraits
Toshiharu ItoLibro Port Publishing, JapanMonograph1989
Gottfried Helnwein's works from the 1980's are represented by the self-portraits in his "Black Mirror" series. However, these works reach far beyond the boundaries of the ordinary self-portrait.
They reflect the inner wants and desperation which lies within the viewer's own self. — Helnwein points out the new form of the modern self-portrait which involves the creator and viewer alike.

Ghost in the Shell
GHOST IN THE SHELL - Photography and the Human Soul, 1850-2000
LACMA Los Angeles County Museum of ArtRobert A. SobieszekCurator of Photography
Historian Peter Selz has compared Gottfried Helnwein's tortured, screaming, and bandaged self-portraits to Messerschmidt's sculptural self-portraits, but the artist has said, " The reason why I took up the subject of self-portraits and why I have put myself on stage was to function as a kind of representative.
There is nothing autobiographical, no therapy, and it says nothing about me personally. — .... I am always available as a model."