Erstmals am 9. November 1988 zur 50. Wiederkehr der Novemberpogrome zwischen dem Museum Ludwig und dem Kölner Dom entlang der Eisenbahnlinie des Hauptbahnhofs errichtet, besteht die Installation aus einer hundert Meter langen Bilderstrasse großformatiger Abbildungen von Kindergesichtern, wie zur Selektion aufgereiht. Es handelt sich um die Gesichter christlicher, jüdischer und behinderter Kinder, die zu diesem Zeitpunkt (1988) in Deutschland lebten. Die erste Tafel ist weiß und beinhaltet nur ein Wort: "Selektion".
Ergänzt wurde die Installation nunmehr um Bilder von israelischen Kindern, die 2010 in Israel leben. Die Präsentation der Installation "Neunter November Nacht" von Gottfried Helnwein in Form von 24 Vinylprints der Kinderportraits mit einer Abmessung von vier mal zweieinhalb Metern ist bis Mitte Februar 2010 auf dem Platz vor der Oper in Tel Aviv, Shaul HaMelech Street zu sehen und wird vom Österreichischen Kulturforum Tel Aviv unterstützt.
"die jüdische" 15.01.2010 15:20
