
Häufig sind es die besonders realistischen Darstellungen blutender oder weinender Kinder, die bei Gottfried Helnwein regelmäßig für einen Aufschrei sorgen. Meist geht es in seinen Werken um Krieg und Gewalt. Nicht dieses Mal, oder zumindest nur indirekt. Der bekannte Künstler möchte einen Beitrag leisten, um die Finanzierung des 200 Jahre alten Stadttempels in der Seitenstettengasse zu unterstützen.
Am Dienstag enthüllte Helnwein daher, gemeinsam mit dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, sein neuestes Werk „The Child Dreams“. Das Besondere daran: Portraitiert wurde ein Bursch aus der israelitischen Gemeinde der Stadt. Die Verletzlichkeit des menschlichen Wesens sei im Vordergrund gestanden, so Helnwein bei der Präsentation. Am 16. Juni wird das Bild im Auktionshaus „Kinsky“ versteigert, der Startpreis beträgt 50.000 Euro.
